Luki braut Lucky reloaded – Funfactor XXL in viralen Zeiten

Von mir hört und lest ihr nichts über Corona und Co. Wozu auch, dass Netz ist ja schon totalitär verseucht. Ich widme mich nach wie vor den schönsten Dingen des Brauerlebens. Und das mit tatkräftiger Unterstützung meines jetzt im homeoffice studierenden Weihenstephaner Dipl. Braumeisterstudenten und Erfolgsjungbräu Luki. Sein Lucky Experience, eines der ersten untergärig kaltgehopften Lagerbiere, ist nun im vierten Jahr und mit saisonal von Mai bis September 1.500 hl verkauften Hektolitern nicht nur bei den Hipstern bei uns um den Schornstein sehr beliebt.

Aus diesem Grunde habe wir nun schon zum zweiten Male, nachdem wir einen herrlichen rötlich kastanienschimmernden untergärigen Bock (Anm. Redaktion – verheerend süffig) gebraut haben, seine Polsinelli 50 Liter Anlage angeworfen. Ziel war einen Versuchssud für Lucky 2.0 unter Verwendung von verschiedenen Malz- und Hopfensorten einzubrauen und auszutesten.

Luki´s Brauanlage steht wunderschön in unserem ehemaligen Maschinenhaus aus dem Jahre +/-1870 neben diversen uralt Kältekompressoren und einer Dampfmaschine Baujahr 1939. Hier führen wir normalerweise — und hoffentlich bald wieder –regelmäßige Bierverkostungen für Bierinteressierte durch. Also das ideale Ambiente, um den Sud Lucky 2.0, „the new experience“,einzumaischen.

Luki  hat sich ein ganz neues Rezept überlegt. Habt Verständnis, dass wir nur einen Auszug, das Maischprogramm, veröffentlichen. Die Details der verwendeten Malz- und Hopfensorten, deren Mengen und Gabezeitpunkte unterliegen höchster Geheimhaltung.

Dann ging es auch schon los mit dem gemeinsamen Einmaischen, nachdem wir das Schrot auf der Zweiwalzenmühle gemahlen haben. Mit Muskelkraft als Rührwerkunterstützung, damit auch nix anbrennt….

Luki ist ein echter Qualitätsfanatiker. Er achtet nicht nur auf die strikte Einhaltung von Temperaturen und Zeiten, sondern auch extrem auf die Hygiene. Hab bei der 72 °C Rast einen fetten Anschiss von ihm kassiert….

Dann ging es zum top secret, der Hopfengabe. Hier hat Luki sehr viel Hirnschmalz bei der Auswahl der Hopfensorten verwendet. Nur so viel: nix von der Stange, sondern er hat zwei ganz besondere Vertreter meiner Lieblings-Hanfgewächse gewählt. Zur Vermählung gab es erstmal einen geziemenden Streifen Horst hell Lagerbier…

Dann haben wir die Stammwürze gemessen, die Würze abgekühlt und lange zwei Wochen kalt im offenen Gärtank vergoren. Nach dem Schlauchen in zwei 30 l Fässer haben wir das Jungbier behutsam im Lagerkeller ausreifen lassen.

Mein Fazit: Leute, habe schon sehr viel Bier in meinem Brauerleben verkosten dürfen. So ein lecker, unfassbar süffiges Bier leider noch nie. Seid gespannt!! Cheers.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.