Brauerei Härle – Die Patchwork Familienbrauerei

Brauerei Härle

Heute hat es mich mit Tina ins ferne Oberschwaben nach Leutkirch in die Brauerei Härle verschlagen, um uns in dieser Vorzeigebrauerei in die Welt der Nachhaltigkeit praktisch einführen zu lassen. Dort hat uns der Brauereichef Gottfried Härle und seine Geschäftsführerin Esther Straub vor dem Brauereikontor stilecht empfangen. Die beiden sind echt ein dreamteam. Gottfried hat in seiner Jugend als Umwelt- und Friedensaktivist und erster Kriegsdienstverweigerer im Ort nicht ganz branchenüblich den Weg des Volkswirts eingeschlagen. Und diese DNA findet in seinem Tun bis heute an jedem Tag seinen Ausdruck in der Brauerei. Esther, die Nachbarstochter, die schon in jungen Jahren regelmäßig in der Brauerei gejobbt hat und mit dieser aufgewachsen und eng verwurzelt ist, hat der Gottfried zu seiner Geschäftsführerin erkoren…

Los ging es im Sudhaus, Baujahr 1954 mit 60 hl Ausschlagmenge. Ausgestattet wurde das Schmuckstück, das vor ein paar Jahren mit einem Edelstahlinnenleben modernisiert wurde, mit dem Schoko Würzekochsystem. Und das ist nur ein Baustein des Nachhaltigkeitspioniers Gottfried. Mit dem Schokosystem spart er seit vielen Jahren 20% Energie beim Würzekochen. Und bei ca. 32.000hl feinen Bierspezialitäten und über 10.000hl Seezüngle kommt da ganz schön was zusammen…

Seit seinem Eintritt in die elterliche Brauerei in den 1980er Jahren verfolgt er als einer der ersten Biobrauer in Deutschland aus vollster Überzeugung den Weg der Nachhaltigkeit. 1994 hat er durch Mithilfe der Uni Hohenheim seine erste Ökobilanz veröffentlicht, vor 18 Jahren mit seinem ersten Biobier „Landzüngle“ vom Fass Biobiergeschichte geschrieben. Was heute langsam in den Köpfen der Brauer vor sich hingärt, hat Gottfried schon immer gelebt. Die Kälteanlage, ein weiterer Baustein der ressourcenschonenden Bierherstellung, wird mit 100% Eigenstrom aus einer der sechs Photovoltaikanlagen der Brauerei versorgt. Der Eigenstromanteil liegt bei 20%, der Restbedarf der Brauerei wird mit zugekauftem Ökostrom abgedeckt…

Selbstredend werden die wunderschönen historischen, denkmalgeschützten Gebäude  ausschließlich mit LED beleuchtet. Die Brauereiflächen werden nicht versiegelt, die Gebäude begrünt. Regionaler Rohstoffeinkauf ist seit 20 Jahren gelebte Selbstverständlichkeit. Und dann ging es gleich zum Herzstück der Nachhaltigkeit weiter. Über das…

…direkt zur Hackschnitzelanlage. Diese hat er schon 2008 zusammen mit dem Wärmeverbundnetz inkl. Gebäude zur Beheizung aller Brauerei- und Wohngebäude, nicht nur auf dem Brauereiareal, für über 1 Mio € gebaut. Beheizt wird mit Ästen, Rinde und übriggebliebenen Holzresten der Baumfällarbeiten aus den Wäldern in der Region.

Und dann ging es Richtung des halb versunkenen Gär- und Lagerkellers…

Achtung, Achtung…

Das super kompakte Schmuckstück ist mit Tanks der Firma Gresser und Gross geschmückt. Gearbeitet wird im Zweitankverfahren. Erst vergoren und dann mit Restextrakt in die Lagertanks geschlaucht…

Fast alle der 15 all year round Bierspezialitäten finden ihren Weg unfiltriert in die Kehlen der Härle Fans. Das erspart nicht nur der Umwelt die Kieselgurentsorgung und dem Geldbeutel die Filtrationskosten, sondern beglückt die Bierlover mit köstlichem, naturbelassenen Gerstensaft. Und so heißt es: Filter geschlossen…

Mein Fazit: bierforfuture – So lecker kann Nachhaltigkeit sein. Danke für die „nachhaltig“ beeindruckenden Einblicke! Cheers.

OOs Craftbrewing – Auf Craftbeer Expedition in der T.R.N.C

Auf der Suche nach dem Shangri La des Gerstensaftes verschlägt es mich an die entlegensten Orte unserer Bierwelt. Diesmal nach Nord Zypern. Nord Zypern oder auf Englisch Turkish Republic of Northern Cyprus – TRNC – wurde nach der Teilung 1974 im Jahre 1983 offiziell gegründet und wird heute leider nur von der Türkei als eigenständiger Staat anerkannt. Und genau dorthin hat es mich 1996 für neun Monate auf der Suche nach einer echten Brauereiherausforderung vor Eintritt in die elterliche Brauerei verschlagen. In dieser Zeit habe ich die damalig 1.500 hl große örtliche Brauerei in Famagusta qualitätstechnisch auf Vordermann und eine neue Biersorte auf die Welt gebracht. Ein hopfenbetontes Pils mit der letzten Hopfengabe im Whirlpool. Das Etikett und den Namen Altinada hat sich meine liebe Frau Kessi ausgedacht. Altinada – Goldinselbier. Das Ergebnis war eine Ausstoßverdreifachung und eine Bekanntheit meinereiner auf der Insel. Die Bierflasche von damals ist mir auf dem Weg vor unserem Craftbeertreffen in Nikosia in einem alten Krämerladen im Büyük Han (sehenswert) über den Weg gestolpert…

Das Treffen hat mein Freund Dogan, rechts im Bild, organisiert. Er ist Türkisch Zypriote, begeisterter Bierdeckelsammler mit über 11.000 Exemplaren in seiner Sammlung und leidenschaftlicher Craftbeerlover. Wenn ihr ein paar schöne Bierdeckel für ihn habt, schickt sie mir zu, ich nehm sie ihm dann beim nächsten Craftbeerurlaub nach Cyprus mit (schon mal 1000 Dank dafür). Links, das ist Orcun Cananoglu, der erste und einzige Craftbeerbrauer des nördlichen Inselteils, der uns sehr herzlich empfangen hat.

Orcun hat bis 2017 als Grafikdesigner für Google gearbeitet und dann gemeinsam mit seinem Bruder Ogun seine OOs Craftbrewing gegründet und sich damit seinen Lebenstraum erfüllt. Gebraut wurde bis vor ein paar Wochen noch am Rande von Nikosia, jetzt ist der Umzug in die wunderschöne Altstadt erfolgt. Dort wird Orcun in den nächsten Wochen seinen Brewpub eröffnen, indem auch fleißig produziert wird. Gebraut wird auf einer Speidel Braumeisteranlage. Seine zwei Helfer sind enthusiastisch voll mit dabei…

Orcun vergärt seine Spezialitäten mit Trockenhefe. Vergoren werden die acht ober- und untergärigen all-year-round Spezialitäten unter Raumkühlung im Kühlhaus…

… die Nachgärung findet in ehemaligen Premixbehältern statt…

Beim Design und den Namensgebungen kommt der kreative Grafikdesign-Part von Orcun voll zur Geltung. Igor, ein untergäriges Pils mit Hopfen aus der Hallertau, hat er als Vermächtnis für seinen treuen Begleiter auf die Welt gebracht…

Das Dark East, ein Robust Vanilla Porter, hat eine tolle Nase und läuft runter wie Öl. Kaffee trifft Schoki, echt lecker. Ausgeliefert wird mit eigenem Fuhrpark…

Der neue Craftbeer Hotspot wird richtig cool. Dort kredenzt Orcun 21 Biere vom Fass. Nicht nur seine, sondern auch Biere seiner Craftbeer Friends vom griechischen Landesteil. Mit einem von ihnen, Costas, hat er ein Collaboration „Drink for Peace“ gemacht. Ein hoppy Wheat Ale. Orcun ist auch Mitglied bei der grenzübergreifenden Cyprus Craftbeerassociation.

Dann haben wir uns natürlich durch alle seine Biere verkostet und uns auf den nächsten Besuch bei der neu gegründeten Golem Brauerei, direkt an der Grenze im griechischen Teil, entsprechend vorbereitet…

Mein Fazit: Bier verbindet. Thanks Dogan for your organization and your craftbeerlove.

Der Atze und seine Bottroper Brauerei

Bottroper Bier

Immer dem Ruf des guten Bieres folgen. Das ist mein Motto. Auch dann, wenn er mich ziemlich nördlich vom Weisswurstäquator ins ferne Bottrop ruft. In eine Gegend, die mir zuvor völlig unbekannt war. Ein weisser Bierfleck auf meiner Bierkarte so zu sagen. Bottrop liegt so ziemlich mitten im Pott. Unser Biersommelierkumpel Atze, eigentlich Arthur Riedel, hat gar nicht mal so laut rufen müssen und wir sind ihm gefolgt wie die Lemminge.

Der Pott und seine Brauereien. Mit der Köpi in Duisburg, der Stauder in Essen, der Fiege in Bochum, Bergmann Dortmund, Hövels am Dortmunder Wall, die Radeberger Marken Brinkhoff`s-DAB-Hövels und Kronen aus der Dortmund Actien Brauerei GmbH und einer kleinen Hausbrauerei im Centro Oberhausen, sind noch ein paar wenige Brauereien in der ruhmreichen Biergeschichte der Stahlmalochermetropolen übrig geblieben. Welch ein Glück, dass unser Atze seine Lehre zum Brauer und Mälzer in  jungen Jahren bei der „Köpi“ (Brauerei König) absolviert hat. Danach ging es zur Meisterschule nach Kulmbach und seit 2008 zur Krombacher als Leiter der Filtration. Ansonsten wäre er nicht auf die Idee gekommen, nach den vielen Jahren als Meister und Geselle den Sprung in die Brauerselbständigkeit zu wagen, um die Bierlandschaft im Pott zu bereichern. Und das zusammen mit zehn seiner Kumpels. Und jeder hat seine eigene Kompetenz mit eingebracht: Der Lokführer, Polizeibeamter, Vertriebler, Personalchef und last but not least der Kaufmann.

Die erste Idee wurde Anfang 2019 konkreter weitergedacht. An der Stadtgrenze Bottrop – Oberhausen wurden die Jungs fündig. Und zwar in Form eines ehemaligen Blumenladens mit Kiosk. Der eignete sich perfekt, so das die Company 2020 gegründet wurde und im April dann mit der Renovierung angefangen wurde. Im Januar 2021 wurde das erste mal eingebraut und am 20.2.2021 floss das erste Bier. Bottrop hatte nach der Schließung seiner letzten Braustätte 1974 wieder eine eigene Brauerei.

Und das gute Bier floss in Strömen. Denn an diesem denkwürdigen Vatertag bildete sich eine 400 Meter lange Schlange. Zu kaufen gab es ein Willkommenspaket in Form von zwei Flaschen Bier, einem Bottroper Originalbierglas und zwei Rollmöpsen. Und rucki zucki war alles ausverkauft. Gebraut werden auf einer 10 hl Tonson Anlage aus China zwei verschiedene Bierstile. Und zwar ein mega süffiges Helles mit 175 kg Schüttung. Ausgeschlagen wird mit 12,1 % Stammwürze, gehopft mit Perle. Das Bottroper Wasser hat eine Härte von 12,5 °dH.

Das Dunkle wird mit einer Schüttung von 200 Kg eingemaischt. Arthur verwendet hierfür von der Mälzerei Weyermann Pilsner-, Cara- und Cara Spezial. Das bringt dann locker 13,1 % Stammwürze. Ein Hammer Bier. Ausgezeichnet wurde das Bottroper Bier ja nicht ohne Grund, denn das Genuss Magazin Falstaff  hat die Bottroper Brauerei vor nicht mal einer Woche zur beliebtesten Kleinbrauerei Nordrhein-Westfalens gekürt.  Chapeau Jungs, ihr habt es verdient! Das Geheimnis liegt wohl in den langen sechs Wochen Lagerzeiten und den kalten Gär- und Lagertemperaturen. Beides ist Arthur extrem wichtig. Auch wenn die Kunden noch so Schlange stehen: Wenn der Zaubertrank aus ist, ist er aus. Basta. Abgefüllt wird erst, wenn das Bier fertig ist. Keine Kompromisse. Und das schmeckt man abends beim Trinken und morgens beim Aufstehen. Klasse!  Vergoren wird mit der Trockenhefe Fermentis – astrein…

Im Ausschankraum stehen gleich zwei Ausschanktanks. Einer davon mit sauberen 10 hl Inhalt, so dass der der gute nie Bierdurst auch immer gestillt werden möge. Der „Taproom“ hat allerdings nur geöffnet, wenn auch Bier da ist. Und da ist momentan der Engpass. Die Nachfrage übersteigt deutlich das Angebot. Und so vergnügt Arthur als leidenschaftlicher Biersommelier dann ab und an seine Bierjünger mit seinen legendären Biertastings (Anmerkung vom Autor: Ein absolutes Muss für jeden Bierinteressierten). Der Kiosk hat, wenn Bier verfügbar ist, immer samstags ab 12 Uhr geöffnet. Mein Praxistipp: Ruft einfach vor Euerm Besuch sicherheitshalber an, ob der Bottroper Gerstensaft verfügbar ist. Aufgrund der Kapaengpässe sind die Jungs dran, ihre Braustätte vor Ort zur erweitern. Zum Glück haben sie beim Erwerb weiter gedacht und genügend Grund hierfür gleich mit erworben. Zum Glück, denn an Cenosillicaphobie zu leiden, macht auf Dauer keinen Spass.

Das Abfüllen läuft noch ziemlich crafty, alles mit der Hand unterm Arm. Die Waschmaschine macht sagenumworbene acht Flaschen in drei Minuten, der Füller vierzig Kisten pro Stunde und die Etikettierung 900 Flaschen in drei Stunden. Geile Leistungsangaben…

Jedenfalls, der Arhtur hat sein Ding gefunden, er lebt seinen Traum und macht nicht nur sich damit glücklich…

… sondern viele, viele Bierenthusiasten (Anmerkung Autor: Nicht nur Andi und Kessi, sondern viele mehr. S. Bild). Arthur, ein riesiges Danke an Dich und deine Kumpels für den lebendig gewordenen Biertraum in Bottrop.

Mein Fazit: Nicht ganz nach Reinhold Messner, sondern nach Adolf Tegtmeier. Bottroper Bier – Der Saft für´t Leben. Cheers.

Fischers Brauhaus Mössingen – Das kleine Bierparadies am Rande der Schwäbischen Alb

Fischers Brauhaus Mössingen

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nah? Bei der Wahl der Baden-Württembergischen Bierkönigin im Brauhaus Schönbuch in Stuttgart habe ich die drei Fischer Geschwister Tobias, Andrea und Petra von der gleichnamigen Brauerei am Rande der Schwäbischen Alb getroffen und mit ihnen ein Wiedersehen in Mössingen ausgemacht. Gesagt, getan und ab ging´s nach Mössingen zum Brauertreffen. Dazu haben sich mein langjähriger Wegbegleiter im Baden Württembergischen Brauerbund, Seniorchef Heiner Fischer, sein Freund aus der Ulmer Meisterschule Heiner Kunz sowie dessen Sohn Andreas von der Lammbrauerei Untergröningen, Dieter Schmid von der Waldhaus Brauerei und meine treue Brauereibegleiterin Kessi gesellt.

Am Abend wurde das Wiedersehen mit frischem Fischers Spezial hell vom Fass und vielen Leckereien vom Grill gefeiert, sodass wir am Morgen frisch gestärkt unter fachmännischer Leitung von Chefbraumeister Tobias Fischer zur Brauereierkundungstour aufbrechen konnten. Tobi hat ganz in traditioneller Brauerweise eine umfangreiche Wanderschaft hinter sich. Seine Lehre hat er in Herbsthausen, bei Pinkus Müller und in Autenried absolviert. Danach hat er bei der Weissbierbrauerei Unertl seine Brauerkenntnisse vertieft bevor er den Meister in Ulm gemacht hat. Nach acht Jahren als erster Braumeister bei der Schwarzbräu Zusmarshausen ging es wieder in die geliebte Schwäbische Heimat zurück.  Wir haben unsere Führung im wunderschönen Sudhaus gestartet.

Tobi ging auf die Geschichte  seines wunderschönen Sudhausgebäudes ein. Dieses schaut auf eine fast 300 jährige Brautradition zurück. In den schwierigen Kriegsjahren 1938 entschied sich sein Großvater Heiner Fischer Senior, der aus einer Brauerfamilie aus Kirchheim im Ries entstammt, das damals seit fast zwanzig Jahren stillgelegte Brauereilein wieder zum Leben zu erwecken. Und das mit Erfolg durch viel Schweiss, Fleiss und mutiges Unternehmertum. Das heutige Sudhaus von Schulz mit 68 hl Ausschlagmenge lässt  auch nach 30 jähriger Brautätigkeit das historische Gewölbe im vollen Glanz erstrahlen.

Nach dem viel zu frühen Tod von Heiner sen. übernahm sein Sohn Heiner Junior 1960 als jüngster Braumeister Deutschlands die Verantwortung und baute seine Brauerei zu einer der modernsten Kleinbrauereien in Deutschland aus. Seit 2020 ist nun sein Sohn Tobias verantwortlich für den Brauprozess und somit für die bemerkenswert guten Bierqualitäten. Coronabedingt liegt der Ausstoß momentan etwas unter 10.000 hl p.a., in den nächsten Jahren ist eine Verdopplung des Bierausstoßes geplant. Mit Tobias und seiner Schwester Andrea, die das Hotel und den Braumarkt an der Brauerei verantwortet, wurde auch eine Markenneuausrichtung umgesetzt. Mit einer tollen Etikettenlinie und neuen, zeitgemässen Bierspezialitäten steht dem Wachstum nichts im Wege.

Gebraut wird mit Bodenseewasser, gehopft mit Hopfen aus Tettnang. Hier verwendet Tobi bei den Standardsorten Tettnanger Tettnanger. Bei den Craftbieren Diamant, Rubin und Saphir in der 0,33l Bügelflasche die Sorten Callista, Saphir und Eureka. Tobis neueste Kreation ist sein Brau Bär in der Euroflasche. Die Bernsteinfarbe hat er mit Karamellmalz hingezaubert. Lecker, lecker…

Dann ging es ein Stockwerk tiefer in die alten, stillgelegten Lagerkeller…

… wo wir einen Blick in den Eiswasserspeicher erhaschen konnten. Mit dem Eiswasser wird die heiße Würze im Würzekühler auf Anstelltemperatur von 8°C abgekühlt.

Dann ging es in den Gärkeller, wo uns der Fischer´sche Schnabeltank begrüßte. Im Schnabeltank lässt Tobi seine obergärigen Weizenbierspezialitäten vergären.

Der Vorteil gegenüber geschlossenen Gärtanks ist der, dass der Hopfentrieb abgenommen werden kann und dadurch die Biere einen weicheren Trunk bekommen. Handarbeit zahlt sich eben manchmal doch aus. That´s real craft…

Die untergärigen Leckereien werden in den klassisch geschlossenen Gärtanks vergoren. Hierbei wird im Hause Fischer besonders darauf geachtet, dass zum Einen der Durchmesser der Tanks zur Höhe die 1 zu 3 nicht überschreitet. Hierdurch haben die Hefen weniger Stress durch einen hohen hydrostatischen Druck und bilden dadurch weniger höhere Alkohole und Gärungsnebenprodukte. Zum Anderen werden die Biere nicht wärmer als 10 °C vergoren. Der selbstlose Selbstversuch hat bewiesen: Genuss ohne Reue…

Auch der Lagerkeller wurde qualitativ auf höchstem Niveau von der Firma Gross umgesetzt…

… und unterstützt wird Tobi durch das Prozessleitsystem ProLeiT. Das gibt ihm totale Effizienz, Transparenz und Überwachung, notfalls auch vom Rechner zu Hause. In Brauereien dieser Größenordnung habe ich dieses beachtliche technische Niveau noch nirgends angetroffen…

Der Gär-, Lagerkeller und die Filtration wird über dieses Panel zusammengeführt. Alles an einem Platz, blitzeblank und neuester Stand der Technik.

Der Tobi steht voll auf seinen Kieselgur-Kombifilter. Ein altbewährtes, höchst zuverlässiges Filtersystem. Hier werden die zu filtrierenden Biere zuerst mit Kieselgur vorgeklärt und anschließend mit den Schichtenfiltern glanzfein hübsch gemacht.

Die Füllerei ist ebenfalls auf dem neuesten Stand. Hier werden neben den Heinerle Bieren in der 0,33l Bügelflasche die Vichy 0,33l Flasche, die Euroflasche 0,33l und 0,5l  sowie die 0,5l NRW Flasche abgefüllt. Mehr geht nicht.

Vor drei Jahren wurde ein komplett neuer Anbau an das bestehende Hotel realisiert. Die Zimmer sind super modern, stylisch und zeitgemäss auf Bier getrimmt. Hier spürt man die Leidenschaft von Andrea für ihr Metier. Nach einer Besichtigungstour und dem Besuch der verpachteten Brauereigaststätte lässt es sich traumhaft dort schlafen.

Tobias´ zweite Schwester Petra ist Chefin der Hausbrauerei Neckarmüllerei in Tübingen. Wunderschön am Ufer des Neckars gelegen ein Muss für alle Bierfreunde.

Mein Fazit: Ein Prost auf die Fischers. Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft.

 

 

Lamm-Bräu Untergröningen – Zur Bierappel auf die Ostalb

Lamm-Bräu Untergröningen

Habe von meiner Lieblingscraftbierwirtin Barbara vom Maulwurf in Stuttgart Vaihingen den Tipp bekommen, die Familie Kunz und ihre Lamm-Bräu in Untergröningen zu besuchen. Mit diesen arbeitet sie schon seit vielen Jahren hinsichtlich Aktionsbieren zusammen. Untergröningen liegt mit seinen 1.289 Einwohnern ganz grob nördlich zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen auf der Ostalb.

Getroffen habe ich mich mit dem Inhaber und Braumeister Andi Kunz , der die 1830 gegründete Familienbrauerei in 6. Generation führt, im neuen Sudhaus. Das Sudhaus hat der Andi richtig klasse gemacht…

… denn der Plan des Seniorchefs im Hause Kunz war, das alte Sudhaus in den bestehenden Räumlichkeiten durch ein neues zu ersetzen. Am Ende hat sich dann doch der Andi mit seiner am Stammtisch geborenen Idee durchgesetzt, das neue Prunkstück in einem neuen, vorgesetzten Zweckbau zu installieren. Sein Kumpel, der Schreiner, und sein gutes Bier haben ihn dazu inspiriert.

Da hab ich richtig was dazu gelernt. Falls ich mal  ein neues Sudhaus bauen sollte, werde ich ebenfalls bei einem guten Bier mit meinem Schreiner über diesen Konzeptansatz sprechen. Andi hat seine Lehre beim Biobier-Pionier Neumarkter Lammsbräu gemacht. Der Kontakt kam damals über den legendären Karl Friedrich Kretschmer, Brauereitechniker, Erfinder des Friabilimeters und Buchautor. Aus seiner Feder stammen unter anderem die Werke „Fibel der Bierschädlinge“ und „Wissenswertes über alte Brauweisen“. Nach der Lehre ging es über die ehemalige Ziegelhofbrauerei in der Schweiz, die Lasser Brauerei in Lörrach und Fischer´s Brauhaus Mössingen noch zwei Monate ins Labor der Dinkelacker Brauerei Stuttgart. Weiterbildung gab es noch für ein Jahr zum Braumeister bei Doemens und zum Betriebswirt.

Gebraut werden auf dem 30 hl Braukonsudwerk, das erst 2019 in Betrieb ging, zehn verschiede all year round und fünf saisonale Bierspezialitäten. Das Export ist mit 40% ausstoßstärkste Sorte. Das sagenumworbene Bier-Appel hat es mir allerdings besonders angetan. Ein super süffiges, extrem zum Weitertrinken anregendes, untergäriges Unfiltriertes.  Der Sage nach ist die Bierappel ein Schlossgeist, die vor langer Zeit, spät in der Nacht, eine Magd beim Bierzapfen im Schlosskeller erschreckte, die ihren Herrschaften heimlich an die Biervorräte gehen wollte. Als die Magd den Spunden aus einem Fass zog, um ihren Krug zu füllen, wurde sie von der Bierappel überrascht. Vor lauter Schreck ließ die Magd den Spunden in ihren Bierkrug fallen und steckte ihren Finger in das Loch, um Schlimmeres zu verhindern. Daraufhin spottete die Bierappel: „Oho muss i do lacha, dr Zapfa en dr Kachel ond dr Fenger em Loch!“ Genial!

Die 4000 hl Verkaufsbier im Jahr bei 60% Fassbieranteil (vor 2020) werden mit dem 16° dH Wasser aus dem eigenen Brunnen gebraut. Wegen des etwas härteren Wassers verwendet Andi im neuen Sudhaus eine biologische Säuerungsanlage. Der Gärkeller verbirgt eine ganz besondere Rarität. Kunz Senior war einer der ersten Brauer in Süddeutschland, der 1976 das Vergären im geschlossenen, stehenden ZKG (Zylindrokonischer Gärtank) praktiziert hat. Zur damaligen Zeit ein absolutes Novum und extrem innovativ. Denn damals wurde üblicherweise in offenen Bottichen kalt bei 8°C vergoren. Bei dem heute in fast jeder Brauerei angewandten Eintankverfahren werden die Würzen bei 13 °C unter Druck vergoren.

Die Tanks stammen aus dem Hause Gross aus Radolfzell, das heute zur Firma Kieselmann gehört. Andi hat mir sogar verraten, warum sein nur im Sommer erhältliches Hefeweizen so lecker ist. Die Rezeptur seines Zeiselweizens ist unter Mithilfe seiner Freunde aus der Weissbierbrauerei Gutmann und der Brauerei Sonne Bischberg entstanden. Gelagert werden die Biere um die null Grad, ebenfalls stehend…

Nach dem Lagerkeller sind wir noch auf einen Sprung ins stillgelegte Jakob Carl Sudhaus Baujahr 1952. Wunderschön mit den original grünen Sudhausfliesen. Der Seniorchef möchte dort ein Biermuseum installieren. Da freu ich mich schon drauf…

Vorbei ging es an der hauseigenen Brennerei, bei der leider Gottes momentan aus altem Fassbier edler Bierbrand gezaubert wird,…

… direkt in die Brauereigaststätte zur Bierverkostung. Die Kunzens führen  nicht nur diese selber, sondern auch die zwei brauereieigenen Gastros „Hinz und Kunz“ in Schwäbisch Gmünd und in Abtsgmünd. Die Bierverkostung mit Andi und seinem Vater war ein bieriges Highlight. Ich werde mit Sicherheit baldmöglichst mit meiner Gattin wiederkommen und mir dann neben den köstlichen Bierspezialitäten ein leckeres Abendmahl und ein schönes Zimmer im Brauereigasthof gönnen.

Mein Fazit: Lamm-Bräu Untergröningen – sagenhaft!

Der Bräunlinger Bierpfad

Habe mit meinem Sohnemann Luki und meinem Bierbruder Olly was für die Gesundheit getan. Und wo geht das am besten? Natürlich an der frischen Luft. Und zwar dort, wo sie mit am gesündesten ist: Am Rande des wunderschönen Schwarzwaldes, im beschaulichen Bräunlingen. Denn dort gibt es nicht nur gesundes Bier aus der mir lieb gewonnenen Bräunlinger Löwenbrauerei, sondern auch einen lehrreichen Bierpfad dazu.

Braumeister André hat uns herzlich empfangen und am Startpunkt des Pfades, gleich neben der Brauerei gelegen, mit einigen Fläschchen leckerem Gerstensaft ausgestattet.

Nach intensiver Erklärung der Route, damit wir auch nicht auf falschen Pfaden wandern, ging es los auf die 6,5 km lange Bierrunde.

Immer gut gekennzeichnet, damit sich der durstige Wandersmann*innen auch nicht verlaufen mag…

Und zum Lernen gibt es dabei auch jede Menge. Zum Beispiel an der ersten Station über den herzoglichen Kanzler Leonhard von Eck, der das am 23. April 1516 durch Herzog Wilhelm IV. von Bayern erlassene Deutsche Reinheitsgebot niedergeschrieben hat. Danach darf zum Brauen bekanntermaßen nur Hopfen, Malz und Wasser verwendet werden.

Wir haben auch einiges über genau diese Zutaten an verschiedenen Stationen auf dem Lehrpfad erfahren dürfen. Spannend wurde es, als es um mein persönliches Lieblingsthema Biergeschichte ging…

Und um physikalische Maßeinheiten…

Mein Fazit: Raus an die frische Luft. In Bräunlingen schmeckt die besonders frisch. Cheers.

Über die Suche nach dem heiligen Gral des Bieres

Heute gibt es einen ganz persönlichen Podcast über…

…mich. Und zwar über:

Meine Suche nach dem heiligen Gral des Bieres

Der Macher des Gründerleben Podcasts Mathias Hackenbracht hat mich überreden können, einen ganz persönlichen Podcast über mich und mit mir zu machen. Macht Euch ein schönes Bier auf und hört rein!

Mein Fazit: Gründerleben macht Spass. Dir weiterhin viel Erfolg lieber Mathias.

 

Brauerei Holzhausen – Daniel Düsentrieb und sein Oloid

Brauerei Holzhausen

Nach viel zu langer Coronapause sind Olly und ich endlich mal wieder auf Brauerei- Entdeckungsreise gefahren. Nach dieser Zwangspause habe ich uns einen besonderen bierigen Leckerbissen rausgesucht. Und zwar die sagenumworbene Oloidbrauerei des Markus Langer in Holzhausen-Igling. Igling liegt knapp neben Buchloe, Buchloe ganz grob unterhalb von Augsburg…

Markus hat uns ganz in Braumeistermanier super herzlich empfangen. Markus, seines Zeichens Dipl. Braumeister Weihenstephan hat zur selben Zeit wie ich sein Studium in Weihenstephan absolviert. Und so haben wir erstmal ausgiebig über mehr oder weniger uns beiden bekannte Persönlichkeiten, Bekannte und Freunde des Brauwesens gelästert und gelacht…

Markus hat seine Brauerlehre im Kloster Ettal gemacht. Dann ging es zum Bund als Fallschirmspringer nach Nagold, bevor er als junger Dipl. Braumeister für vier lange Jahre bei Berg in Ehingen anheuerte. Viel über die Weizenherstellung gelernt hat er unter dem sagenumwobenen Braumeister Mandi Mühlbauer vom Hofbräuhaus Freising. Sein betriebswirtschaftliches Knowhow hat sich Markus in Pforzheim beim Aufbaustudium zum Dipl. Wirtschaftsingenieur angeeignet. Bevor er 2013 dann die Brauerei Holzhausen angepachtet hat, hat er viele Projekte freiberuflich für Markus Lohner´s Braukon übernommen.

Los ging es im Sudhaus. Das Besondere an der Brauerei ist, dass sie ohne den Einsatz einer Pumpe auskommt. Dementsprechend maischt Markus am obersten Punkt der Brauerei im Maischbottich ein. Nach dem Maischen geht es  in den Läuterbottich (auf dem Bild vorne) und danach in die daruntergelegene Pfanne. Läuterbottich und Pfanne sind ein Kombigerät. Das alles läuft mit Hilfe der Schwerkraft. Die Läuterbottichpfanne hat er von Brewdog Aberdeen Sonntag morgens über Facebook ersteigert. „That´s pretty cool man“.

Markus verzichtet ganz bewusst auf den Einsatz von Pumpen, um seinem Bier die Pein der Scherkräfte zu ersparen. Für ihn sind Scherkräfte für sein Bier wie Folter für Bierhexen im Mittelalter. Markus hat einige Patente angemeldet. Eines davon ist der Vormaischer, bei dem das Wasser aus der Mitte strömt und einen rotierenden Wasserteller erzeugt. Auf diesen Wasserteller fällt das Schrot und vermischt sich sofort staub- und klumpenfrei mit dem Wasser. Durch die extrem gut gebundenen Schwebstoffe erspart man sich im Läuterbottich beim Abläutern den Tiefschnitt und erhält so extrem blanke Würzen. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass sich die Standzeiten bei der späteren Bierfiltration deutlich erhöhen… WOW!

Dann hat uns Markus sein auf der Welt wohl einmaliges top secret gezeigt. Sein Oloid in der Maischepfanne. Der Oloid ersetzt das klassische Rührwerk und zeichnet sich zum Einen dadurch aus, dass er einer der wenigen Körper ist, der über seine gesamte Oberfläche abrollen kann. Zum Anderen, dass er eine Grundströmung erzeugt, die schräg auf die Maischbottich-Edelstahlinnenseite trifft und eine Drehung der guten Maische bewirkt. Die perfekte scherkraftfreie Durchmischung. Erfunden hat den Oloid übrigens der Maschinenbauer Paul Schatz 1929, der als Plausibilitätsnachweis für die von ihm begründete Inversionskinematik gilt. Da war der Olly nicht mehr zu halten und hat ganz frech in den Maischebottich gelugt…

Der Oloid hat neben seiner sehr intensiven scherkraftfreien Durchmischung der Maische auch noch den Vorteil, dass er sage und schreibe bis zu 25 Prozent weniger Energie als ein klassisches Rührwerk benötigt. Und zu reinigen ist er ebenfalls sehr leicht, da keine toten Ecken am Corpus Delicti zu finden sind…

Leider ist Stand heute der praktische Einsatz des Oloiden nach oben hin auf 60 hl Maische begrenzt. Sonst hätte ich für meine Brauerei zu Hause gleich einen bei Markus geordert und wäre somit stolzer Besitzer des zweiten in einer Brauerei eingesetzten Oloids. Vom Whirlpool geht es mit 0,85 bar Sterilluftdruck scherkraftfrei über den Plattenkühler..

…in den Gärkeller. Dort wird die Würze ganz klassisch untergärig bei maximal 10°C und obergärig bei maximal 23°C vergoren…

… bevor das Jungbier im Lagerkeller in den langen, tiefen Winterschlaf fällt.

Markus hat seine neue scherkraftfreie Brauerei 2018 im ehemaligen Flaschenkellergebäude der Brauerei in Betrieb genommen. Die neue Brauerei dient hauptsächlich dem Zweck, dass Markus seinen Forschungsarbeiten in scherkraftfreier Bierherstellung nachkommen kann. Mittlerweile so erfolgreich, dass er als Nebenerwerbsbraumeister respektable 800 hl feinste Biere im Jahr verkauft. Und das wundert nicht, denn seine bemerkenswert milden, runden Biere zeichnen sich nicht nur durch einen extrem stabilen, feinporigen Schaum aus, sondern auch durch seine wunderbar sämige Perlage.  Soooo lecker!!

Vorher hat Markus in der alten Brauerei gebraut. Unter Mithilfe des Sudhauses Baujahr 1951 mit 22,5 hl Ausschlagmenge und vieler, vieler Transmissionsriemen.

Unter dem Dach ist noch eines der letzten intakten Kühlschiffe, neben dem in der Brauerei Drei Kronen in Memmelsdorf,  in Deutschland zu finden.

Mein Fazit: Holzhauser Landbier – so unglaublich schön kann Bier sein. Der Schaum, ein Traum.

Ich wünsche Euch ein gesundes bieriges 2021 – Jahresrückblick 2020

Puhhh was für ein Jahr…. Der C-Virus hat uns alle schwer zu schaffen gemacht. Besonders hart getroffen hat es die kleineren, regionalen Brauereien mit einem hohen Fassbieranteil, viele Gastronomen und unsere Freunde aus dem Craftbeer-Bereich. Gerade auch aus diesem Grunde habe ich trotz aller Schwierigkeiten versucht, den einen und anderen Kollegen zu besuchen, um uns gemeinsam die Freude an dem wohl mit schönsten Beruf der Welt, dem des Brauern, nicht zu verlieren. Ich nehme Euch jetzt mit zu ein paar Stationen meiner Bierreisen 2020. Los ging es in Südafrika mit der Stellenbrau und ihrem unglaublich leckeren Rooibosbier. Mit den dafür extra angefertigten überdimensionierten Teesieben…

Nach diversen bierigen Destinations im südlichsten Land des afrikanischen Kontinents ging es ins Elsass zur Brasserie Sainte Cru zum Collabbrewing. Das Brauen mit Cheffe Vivien hat riesig Spass gemacht. Leider hat uns hier das C-Virus den Ausschank unseres Gemeinschaftssudes in Böblingen unmöglich gemacht…

Auf dem Rückweg haben wir Strassbourg mit dem wunderschönen Brauhaus der Brasserie Meteor und deren Biere genossen…

…bevor wir später meinen geschätzten Kollegen Dr. Markus Fohr und seine Lahnsteiner Brauerei besucht haben, um uns an seinem legendären Grutbier zu laben…

Im Sommer haben wir auf unserer Deutschlandtour Weihenstephaner Studienkollegen, etliche  Keller in Bamberg und Bierpaläste in Dresden besucht, bevor wir im hohen Norden bei der Lille Brauerei gestrandet sind…

Dann noch einen Abstecher in eines der schönsten Sudhäuser Deutschlands bei der Einbecker-Tochter Härke,

…bevor das Bierjahr nach erfolgreicher Meisterung des Bräunlinger Bierpfades mit dem Bräunlinger Löwenbräu Braumeister Andre endet.

To be continued… Danke für Eure Treue und Eure tollen Feedbacks. Bleibt gesund!!!