The show must go on – die erste Beerchallenge 2017

Sodelle, ihr lieben Leser, seit gegrüßt im neuen Bierjahr. Nach meiner traditionellen, alljährlichen Bierfastenzeit im Januar, freue ich mich schon mega auf meine erste Bierexkursion ins gute Frankenland. Um Euch schon Appetit auf meine nächsten Blogs zu machen, habe ich mich kurzerhand entschlossen, das Programm vorab zu enthüllen. Los geht´s am 1. Februar. Was folgt ist eine echte Beerchallenge durch 19 Brauereien in 4 Tagen. Freundlicherweise haben mich 6 Bierenthusiasten hierzu eingeladen, spannende und bemerkenswerte Bierhotspots mit ihnen gemeinsam zu erkunden.

The ultimativ Oberfranken Beerchallenge 2017:

Mi 1.2.2017

09:30 Abfahrt Memmelsdorf 09:35 Ankunft Kommunbrauhaus Rossach (Großheirath, Coburger Straße, Tel. 09565-1689), seit 1712 bekannt, 90 hl/Jahresausstoß 11:00 Abfahrt Rossach 11:20 Ankunft Brauerei Grosch, Rödental, Gasthof seit 1425; Brauerei seit 1492, 3.200 hl/Jahresausstoß; (www.braugasthof-grosch.de) 14:20 Abfahrt Rödental 14:40 Ankunft Alte Klosterbrauerei Vierzehnheiligen, Kloster seit 1445, Braurecht seit 1803, Kloster hat 500.000 Jahresbesucher; 10.000 hl/Jahresausstoß 15:40 Auszug aus Klosterbrauerei 15:40 Besuch Klosterkirche Vierzehnheiligen 16:15 Abfahrt Vierzehnheiligen 16:25 Ankunft Metzgerbräu, Uetzing, seit 2004 Errichtung der Brauerei neben bestehender Metzgerei; 250 hl/Jahresausstoß, (www.metzgerbraeu.de) 17:40 Abfahrt Uetzing 18:15 Ankunft Brauerei Hönig, Tiefenellern, frühere Poststation, daher heute auch „Gasthof zur Post“; 6.500 hl/Jahresausstoß, (www.brauerei-hoenig.de) 19:45 Abfahrt Tiefenellern 20:00 Ankunft Drei Kronen Memmelsdorf (Abendessen und Übernachtung)

Do 2.2.2017 (Steigerwald)

09:00 Abfahrt Memmelsdorf 09:15 Ankunft Unterhaid mit Besichtigung Kellerweg (Führung mit Kreisarchivpflegerin), bekannt seit 1796, eine 165 m lange in Franken einmalige Kellergasse mit 29 Einzelkellern und einem Sommerkeller 10:00 Abfahrt Unterhaid 10:05 Ankunft Brauerei Mainlust, Viereth-Trunstadt, seit 1848 Braurechte, 700 hl/Jahresausstoß (www.mainlust.com) 11:30 Abfahrt Viereth-Trunstadt 12:00 Ankunft Brauerei Bayer in Theinheim, 300jährige Braugeschichte, gilt als kleinste Brauerei Frankens (www.bayer-Theinheim.de) inkl. Mittagsvesper 14.30 Abfahrt Theinheim14:45 Ankunft Brauerei Zehender, Mönchsambach, seit 1808 als Brauerei geführt, (www.moenchsambrach.de) 15:45 Abfahrt Mönchsambach 15:50 Ankunft Brauerei Schwanenbräu Burgebrach, Gasthaus seit 1394, seit 1436 Erbschankrecht, Brauerei mit 1000 hl/Jahresausstoß, (www.schwanawirt.de) 16.50 Abfahrt Burgebrach 16:55 Ankunft Brauerei Herrmann, Burgebrach-Ampferbach, Braurecht seit 1718, mit Herrmann-Sommerkeller seit 1825 18:00 Abfahrt Ampferbach18:30 Rückkehr Drei Kronen Memmelsdorf (Abendessen und Übernachtung)


Fr 3.2.2017 (Fränkische Schweiz)

09:00 Abfahrt Memmelsdorf 09:40 Ankunft Bräuwerk, Neudrossenfeld; Brauerei seit 1649, wegen Vereinsgastronomie vor einigen Jahren geschlossen, seit 2014 als AG wiedererrichtet und betrieben, mit Tanzlinde in Nachbarschaft 10:40 Abfahrt Neudrossenfeld 10:50 Ankunft Trebgast Einkehrschwung bei Haberstumpf (www.brauerei-haberstumpf.de) 11:25 Abfahrt Trebgast 12:25 Ankunft Gänsteller Bräu (www.ganstellerbrau.de) 13:55 Abfahrt Hallerndorf 14:35 Ankunft Elch-Bräu Gräfenberg, Brauerei/Mälzerei seit 16.Jahrhundert, neu übernommen 2007 (www.gasthof-seitz.de) 15:50 Abfahrt Gräfenberg 16:30 Ankunft Brauerei Heckel, Waischenfeld, seit 1611 Kommunbrauhaus, 1981 von Familie Heckel übernommen, 3000 hl/Jahresausstoß 18.30 Abfahrt Waischenfeld19:15 Ankunft Löwenbräu Buttenheim, seit 120 Jahren Familienbetrieb(www.loewenbraeu-buttenheim.de); 1000 hl/Jahresausstoß Abendessen und Übernachtung


Sa 4.2.2017

09:00 Abfahrt Löwenbräu Buttenheim 09:02 Ankunft Levi Strauss-Museum Buttenheim mit Sonderführung 10:00 Abfahrt Buttenheim 10:15 Ankunft Brauerei Sauer, Roßdorf am Forst, Brauerei seit 1720 mit Felsenkeller und Sommerkeller-Betrieb (www.brauerei-sauer.de) 12:15 Abfahrt Roßdorf 12:30 Ankunft im Cafe Abseits, Bamberg (www.abseits-bamberg.de) 13:10 Abfahrt vom Cafe Abseits

Mein Fazit: Ich freue mich darauf, Euch auch im Jahr 2017 wieder mit dem einen oder anderen Blog bierig zu begeistern.


Beer meets Whisky – im Getreidehimmel

Beer & Whisky? Das hört sich für mich als Bier-Ultra fast so an wie Fremdgehen. Habe mich auf die neue Romanze trotzdem eingelassen, nachdem mich der ausgewiesene Stuttgarter Whiskykenner und Cheffe vom Jazzclub Bix, Jens Ölkrug, dazu bei unserem gemeinsamen Pretasting in der Imme überredet hatte. Dort haben wir fünf verschiedene Biere mit fünf ausgesuchten Whiskys gepaart und diese gestern live on stage im Bix vor vielen interessierten Bier- und Whiskylovern präsentiert.

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Als erstes Herrengedeck haben wir Schönbuch Jäger Spezial, ein altväterliches Exportbier mit 5,7 Vol.%, mit Glenrothes sherry cask reserve gereicht. Zuerst das lecker Bier auf die Zunge gelegt und dann den edlen Schotten drüber laufen lassen. Ein WOW ging durch den Saal. Malt – the same heart of the thing – war hier ganz deutlich zu schmecken.

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Weiter ging es mit Torpedo IPA und Auchentoshan three Wood. Der Whisky hat sofort die geile Hopfenbittere des IPA wegezaubert. Mega Kombi war die zwischen dem Schönbuch Weizenbock oak aged, will heißen neun Monate im Bourbon Fass gereifter Weizenbock, und dem Knob Creek rye. Die Potenzierung der Potenzierung zwischen Vanille und Bananenaromen. Supergeil!

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Danach haben wir Fullers London Porter mit Ardmore traditional cask vereint und als Hammer Abschluss mein Lieblingsbier Trappistes Rochefort 8 mit Laphroaig quarter cask. In diesem letzten Akt ging das Spiel anders herum. Hier haben wir zuerst den Whisky auf die Zunge gelegt und dann das Rochefort drüber gelassen. Unglaublich. Der Schweigemönch hat den intensiven Torfcharakter des Whiskys weggeblasen bevor nach einem kurzen Glücksgefühl der Torf klammheimlich mit voller Wucht wieder um die Ecke kam.

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Mein Fazit: Beer & Whisky – Fremdgehen leicht gemacht.

Auf den Spuren des Zoigl

Habe mich mit dem Fahrrad auf den Weg zu den heiligen Stätten des Zoiglbieres gemacht, um dessen Mythos zu erkunden. Von Bayreuth aus ging es nach Marktkredwitz in der Oberpfalz. Durstig und hungrig angekommen, sind wir sofort eingekehrt und auf den ersten Zoigl gestoßen.

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Diesen, von der Brauerei Nothhaft gebraut,  habe ich genüsslich mit saurem Herz vertilgt. Foodpairing auf oberpfälzisch. Die Zoiglbiere sind untergärig, unfiltriert und meist sehr unterschiedlich gehopft. Der Marktkredwitzer Rawetzer Zoigl hat durch seine etwas stärkere Hopfung eine wunderschöne Hopfenblume.

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Nach der ersten Stärkung ging es gleich weiter nach Mitterteich zum Kommunbrauhaus. Dieses besteht seit 1864 am Ort. Jeder Bürger im Besitz eines eigenen Hauses hat dort seit dem Jahre 1516 das Recht, sein Bier zu brauen. Von diesem machen heute noch drei Familien ganzjährig Gebrauch, um dann ihren Zoigl in deren Schankwirtschaften zum Ausschank zu bringen. 1932 wurde gerichtlich entschieden, dass dieses Recht keiner Verjährung unterliegt.

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Weiter ging es nach Falkenberg in den Wolfadl Zoigl. Zoigl stammt von “Zeichen oder Zeigen”. Eine Zoiglwirtschaft, ähnlich der schwäbischen Besenwirtschaft, erkennt man am Brauerstern oder einem Fichtenbusch, der vor das Haus gehängt wird. Damit wurde und wird signalisiert, dass es dort frisches Zoiglbier gibt.

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Und genauso lecker und unterschiedlich wie die Biere sind die Gerichte, die zu diesen einmalig süffigen Brauspezialitäten gereicht werden. Basic is amazing….

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In Falkenberg haben wir uns dann vom Zoiglbrauer den Schlüssel vom Kommunbrauhaus geben lassen, um dieses zu besichtigen. Das Gebäude wird von der Stadt, die technischen Anlagen von den Brauern in Stand gehalten.

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Wie aus einer anderen Zeit werden hier in traditioneller altväterlicher Art die Biere gebraut. Gebraut wird mit dem in der heutigen Brauindustrie kaum mehr anzutreffenden energieintensiven Ein- oder Zweimaischverfahren. Dieses macht die Biere aus den Kommunbrauhäusern wunderschön kernig. Nicht fehlen darf der Brauerstern…..

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und das Kühlschiff, mit dem auf traditionelle Art noch heute die Würze abgekühlt wird.

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Die nächste Zwischenstation war der Schlosshof Zoigl der Familie Weiss in Windischeschenbach. Einer der Hotspots des Zoiglbieres.

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Die zünftige Zoiglexpedition endete in Eslarn im Zoigl der Familie Streher mit der Empfehlung an jeden Bierfreak:  “Play it again Sam”.

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Mein Fazit: Zoiglbier - back to the future.

Fözde Feszt in Budapest

www.fozdefeszt.hu

War im Wonnemonat Mai zur Craftbeerexpedition im wunderschönen Budapest. Unser Reiseziel war das legendäre Craftbeerfest Fözdefeszt, dass dieses Jahr schon zum 11 mal stattgefunden hat.

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Das ungarische Craftbeerhighlight findet in einem alten Park mitten in der City  statt. Mega Ambiente und klasse Leute haben das Fest für mich zu meinem persönlichen Festival – Hotspot gemacht.

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Bei 50 Ausstellern, die meisten von ihnen sind lokale Craftbeer Brauer und Beerbars, haben wir uns quer durch die Szene verkostet. Spannende, handwerklich gut gemachte  und echt kultige Gebräue haben meinen Gaumen beglückt. Ganz unter meinem Festivalmotto:

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Cool, die Brauer von der Zip´s Brewery. Extra angereist mit Ausschanktanks. Hab ich auch noch auf keinem Beerfestival vorher gesehen,…

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… genauso wenig wie die Hopegun direkt vor dem Zapfhahn.

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Passend zu den heavy Beers gab es smoked Beef in vielen Varianten…..

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Mein Favorit sind die Biere von der ersten Craftbeer Brewery in Budapest, der Leganda. Super lecker und hammerstark schmeckt die oak aged Legende “Game over”. Die Einladung zur Brauereibesichtigung haben wir auf das nächste Jahr verschoben, denn…..

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….das Kiwibier möchte ich unbedingt aus dem Lagertank Zwickeln.

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Mein Fazit: Budapest – ich komme wieder. Der Geheimtip für alle Craftbeer Freaks.

Biere blanche – Frau Ribbentrop lässt grüßen

In der Ukraine braut sich was zusammen. Der Biermarkt dort wird mengenmässig  durch die großen Konzerne der Welt beherrscht. Ambev, Miller, Carlsberg, aber auch durch lokale Brauer wie Obolon. Der weltweite Trend hin zum Individualgeschmack, insbesondere beim Bier, zeigt sich auch in der Ukraine durch Gründung zahlreicher Brewpubs. Ein bemerkenswerter Vertreter dieser Art ist in Form einer Bierflasche bei mir aufgeschlagen.
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Das Label hat mich neugierig gemacht. Wer war noch dieser Ullrich Friedrich Willy von Ribbentrop? Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher des World Wide Web - und ? WOW. Das war der Außenminister während des 3. Reichs. Ein Blick aufs Rückenetikett brachte mehr Erklärung…..
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….. ein politisch motivierter Brauer steckt wohl hinter diesem Biere blanche, das  im Pravda Beer Theatre in Lviv eingebraut wurde. Geschmacklich interessant, allerdings etwas gealtert macht mich dieses non Mainstream Beer neugierig auf mehr. Ukraine ich komme.
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Mein Fazit: Non Mainstream Brauer dieser Welt, zeigt Kante und braut Euch was zusammen.

Von den großen und kleinen……..

Schönheit ist eben doch Geschmackssache. Die Schönheit eines Bieres oder einer Brauerei wird auch  individuell beeinflusst  durch die Zeit, den Ort, die Stimmung etc….. liegt eben immer auch im Auge bzw. am Gaumen des Betrachters. Denn es kommt z.B. nicht immer auf die Größe an. Diese Weisheit möchte ich an zwei Brauereischönheiten aufzeigen.

Die Brauerei Kössel in Eisenberg von außen…..

Mariahilfer außen

….versus die Binding Brauerei in Frankfurt.

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Das Sudhaus der einen kleinen……..

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….versus das Sudhaus der einen großen.

Binding sudhaus

Mein Fazit: Brauer und Biertrinker dieser Welt vereinigt Euch im Dienste des guten Gerstensafts. Seid tolerant und liebet Euch. Na denne PROST.

Bürgerbrauerei Bad Reichenhall – oder wo ist der Gambrinus hin?

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Jetzt hab ich ihn doch gefunden. Den guten alten König der Brauer. Unseren Gambrinus. Auf meiner Suche ging´s nach Bad Reichenhall zur Bürgerbräu.

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Dort, im wunderschönen, echt authentischen ur- bayrischen Brauergasthof Bürgerbräu, bin ich auf den entscheidenden Hinweis in der Speisekarte gestoßen.

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… und dann ging`s gleich in die gute Stube – und tatsächlich: Gambrinus lebt.

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Mein Fazit: Ein Prost auf Gambrinus und alle Brauer dieser Welt.

 

Wie bekomme ich einen Brauer ins Museum?

www.maisel.com/brauereimuseum/brauereimuseum_5.html

Der Einladung von Jeff Maisel folgend, habe ich sein Brauerei Okult Museum in Bayreuth besucht. Die alte Brauerei wurde für die bierbegeisterte Nachwelt an ihrem Originalstandort vollständig erhalten, als in den 80 er Jahren die Brauerei nebenan komplett neu errichtet wurde.

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Meine Zeitreise startete im ehemaligen Maschinenhaus mit Dampfmaschine zur Strom- und Kälteproduktion….

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….. und ging weiter ins wunderschöne Sudhaus.

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Herausragend schön der kupferne Läutergrant. Damit wurde ehemals von Hand die Abläuterungsgeschwindigkeit eingestellt – damit der gute Treberkuchen nicht verkleben mag.

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Vollständig erhalten und in dieser Form sehr selten zu sehen, das ehemalige Brauereilabor.

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Dann ging es weiter zu den alten Holzgärbottichen. Damit hätte ich nicht gerechnet. Original erhalten der Schwimmer zum Kühlen der gärenden Würze. In den Schwimmer wurde vormals von Hand das geschlagene Natureis gefüllt. Gambrinus sei Dank, dass der gute Herr Linde ein paar Jahrzehnte später die Kältemaschine erfunden hat…..

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Nach diesem Glücksmoment ging es weiter in den historischen Holzfasslagerkeller….

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… bevor uns Jeff zum Abschiedsbier in seinen historischen Gasthof auf ein paar lecker Maisels Hefeweißbiere eingeladen hat.

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Mein Fazit: Des Brauers deja vu – Jeff, vielen Dank, ich komme wieder.

Zum Humpen – dit is Berlin

www.zum-humpen-moabit.de

Auf meinem Streifzug quer durch Moabit bin ich auf ein scheinbar längst  ausgestorbenes Kneipenrelikt gestoßen. Zum Humpen – eine original Kiezkneipe.

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Wirt Roger, super mürrisch wie es sein muss, umso herzlicher empfangen und bedient von Ulla, Petra und Birgit.

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Die Kiezkneipe – unter Schutz gestellt durch die Marke Berliner Schultheiss. Für diese geniale Idee und den Support dieser letzten Berliner Kneipendinosaurier möchte ich Dr. Oetker auch mal meinen Dank aussprechen. Das Berliner Schultheiss Pilsener gehört hier genauso her wie das Wasser zum Bierbrauen. Kalt getrunken genauso erfrischend wie Frank Zanders Ballade “dit is Berlin”. www.schultheiss.de/kiezkneipe/der-song

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Die Zeit am Nachmittag ist im Humpen irgendwie aufgehoben. Aus einem Bier……..

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werden vier……

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Zum Humpen – Berliner Kneipenkultur fernab von Chichi und Mainstream Gastro. Einfach – zweifach genial.

Mein Fazit: Lang lebe die Kiezkneipe – alles Roger oder was?

 

Lost in paradise – die Geigersche Brauerei in Merklingen

Unglaublich, keine halbe Stunde von meiner Heimatstadt, auf dem Weg vom irgendwo ins nirgendwo, gleich hinter Weil der Stadt, bin ich mitten in Merklingen per Zufall auf einen sensationellen Brauereifund gestoßen. Die ehemalige Geigersche Brauerei.

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1882  gegründet, wurde die Brauerei von der Familie Geiger bis 1971 betrieben. In den ehemaligen Brauereigebäuden ist die Brauereieinrichtung bis auf die Gärtanks noch fast vollständig erhalten. Da mir kein anderes bekannt ist, wird  dieses wohl letzte erhaltene Sudhaus mit Direktbefeuerung in Baden-Württemberg sein.

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Der Transmissionenantrieb und die alten Kupferleitungen haben mich sofort in die Anfangszeit der Brauerei gebeamt. Aufgrund der Ausschlagmenge im Sudhaus von knapp 20 hl und der Lagertankgrößen schätze ich auf eine ehemalige Jahresproduktion von 1500hl – 2000 hl.

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In jedem Raum bin ich auf original erhaltene Brauereigerätschaften gestoßen, eine historische Sensation der Massefilter zur Bierfiltration und die Gerstenputze.

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Fast ohnmächtig wurde ich, als ich die alte Mälzerei über dem Sudhaus entdeckt habe. EINMALIG und vollständig erhalten.

Mälzerei

Dann ging´s Schlag auf Schlag weiter. Ein Wagnerisches Kühlschiff samt erhaltenem Firmenschild…..

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….und ein Meherer Luftkompressor aus der Gründerzeit.

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Hoffentlich bleiben die Gerätschaften der Nachwelt noch lange erhalten. To be continued…..

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Mein Fazit: Merklingen, das Angkor Wat aller Bierenthusiasten.