Beer meets Whisky – im Getreidehimmel

Beer & Whisky? Das hört sich für mich als Bier-Ultra fast so an wie Fremdgehen. Habe mich auf die neue Romanze trotzdem eingelassen, nachdem mich der ausgewiesene Stuttgarter Whiskykenner und Cheffe vom Jazzclub Bix, Jens Ölkrug, dazu bei unserem gemeinsamen Pretasting in der Imme überredet hatte. Dort haben wir fünf verschiedene Biere mit fünf ausgesuchten Whiskys gepaart und diese gestern live on stage im Bix vor vielen interessierten Bier- und Whiskylovern präsentiert.

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Als erstes Herrengedeck haben wir Schönbuch Jäger Spezial, ein altväterliches Exportbier mit 5,7 Vol.%, mit Glenrothes sherry cask reserve gereicht. Zuerst das lecker Bier auf die Zunge gelegt und dann den edlen Schotten drüber laufen lassen. Ein WOW ging durch den Saal. Malt – the same heart of the thing – war hier ganz deutlich zu schmecken.

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Weiter ging es mit Torpedo IPA und Auchentoshan three Wood. Der Whisky hat sofort die geile Hopfenbittere des IPA wegezaubert. Mega Kombi war die zwischen dem Schönbuch Weizenbock oak aged, will heißen neun Monate im Bourbon Fass gereifter Weizenbock, und dem Knob Creek rye. Die Potenzierung der Potenzierung zwischen Vanille und Bananenaromen. Supergeil!

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Danach haben wir Fullers London Porter mit Ardmore traditional cask vereint und als Hammer Abschluss mein Lieblingsbier Trappistes Rochefort 8 mit Laphroaig quarter cask. In diesem letzten Akt ging das Spiel anders herum. Hier haben wir zuerst den Whisky auf die Zunge gelegt und dann das Rochefort drüber gelassen. Unglaublich. Der Schweigemönch hat den intensiven Torfcharakter des Whiskys weggeblasen bevor nach einem kurzen Glücksgefühl der Torf klammheimlich mit voller Wucht wieder um die Ecke kam.

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Mein Fazit: Beer & Whisky – Fremdgehen leicht gemacht.

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