Günther Bräu – wie ich mich freu

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Oh du wunderschönes Franken. Habe im Rahmen des Biersommeliertreffens in Bayreuth und Kulmbach das Programm durch einen Besuch bei meinem Weihenstephaner Studienkollegen Peter Günther in Burgkunstadt erweitert. Ziel des Besuchs war die Besichtigung seiner neuen Braustätte außerhalb des alten Stadtkerns im neuen Industriegebiet und der historischen Braustätte innerhalb desselben.

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Herzlich war das Wiedersehen am Brauereieingang. Bräuer, wie wir Peter seit dem Studium nennen, hat die Brauerei inklusive Flaschenabfüllung und Verwaltung 2004 verlegt.

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Die Generalplanung hat das Ingenieurbüro Gaissmaier zu Bräuers vollster Zufriedenheit übernommen. Dieser historische Schritt der Brauereiverlegung wurde technisch wie betriebswirtschaftlich detailliert vorgearbeitet und optimal realisiert.

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Das neue Sudhaus arbeitet energieoptimiert, d.h. die Sude werden vollautomatisch unter allen Gesichtspunkten neuester technologischer Aspekte im Infusionsverfahren gebraut, also ohne Teilmaischekochung. Die Spezialmalze, die Bräuer gerne bei den meisten seiner Bierspezialitäten einsetzt, bezieht er von der Mälzerei Ireks gleich um die Ecke aus Kulmbach.

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Vergoren werden die Leckereien in den bewährten Edelstahlgärtanks, die schon in der alten Brauerei seit 1990 ihren Dienst getan haben. Die Hauptsorte ist sein Pils, seit 1999 wird auch obergäriges Weissbier vergoren.

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Frisch aus dem Lagertank gezwickelt und ambulant verkostet haben wir mein Lieblingsbier aus dem Hause Günther, das untergärige 1998 erstmals eingebraute Bernsteinbier. Super süffig und mega lecker entwickelt sich das Gebräu immer stärker auch außerhalb seines Kernabsatzgebiets um Kulmbach.

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Bemerkenswert ist die Ausstattung des Flaschenkellers für die Brauereigröße von ca. 10.000hl p.a.. Hochmodern und sehr effizient.

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Dann ging es in die ein paar hundert Meter entfernte ehemalige Brauerei im historischen Stadtkern von Burgkunstadt. Seit 1840 wurden hier die Bierwürzen vergoren, die ehemals im Kommunbrauhaus gebraut wurden. Vor Ort wurde seit Erstellung des Sudhauses 1952 gebraut.

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Bräuer braut seit 1991 im elterlichen Betrieb, nachdem er die Brauerlehre 1982 als bester Deutscher Brauerlehrling abgeschlossen hat und sich 1991 mit seinem Abschluss zum Dipl. Braumeister Weihenstephan die Brauerkrone aufgesetzt hat.

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Nostalgisch und in die gute alte Bierzeit zurückversetzt habe ich mich im Innenhof gefühlt. Der Blick auf die  Brauerei mit Malzboden und Sudhaus, klassisch und nur noch sehr selten zu finden.

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Beeindruckend die Direktbefeuerung des alten Sudhauses. Hier haben wir uns richtig vorstellen können, wie mühsam es Bräuer beim Anfeuern der Maischepfanne mit Holzscheiten gehabt hat. Insbesondere nach intensiven Bierverkostungen an Abenden davor…

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Durch das Brauen mit historischer Anlagentechnik aus altehrwürdigen Zeiten hat sich Bräuer ein unglaubliches Wissen und Erfahrung angebraut. Diese  Erfahrung schlägt spätestens beim Trinken seiner Bierspezialitäten als bemerkenswerte Qualität wieder am Gaumen auf.

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Sehr schön und absolut sehenswert der alte Läuterbottich mit Läutergrand, mit dem die Abläuterungsgeschwindigkeit und somit auch die Glanzfeinheit der Würzen beeinflusst wurde.

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Ein Highlight für jeden Bierlover und Genussmenschen ist der Besuch der historischen Brauereigaststätte neben der alten Brauerei, die noch heute von Bräuers Mutter geführt wird. Bekannt für die Bierraritäten aus dem Hause Günther und die leckeren Göckele…..

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Mein Fazit: Bräuer sei Dank – Burgkunstadt gleich Bierkunstadt. Schön wars!

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