Über Werner

Auf der Suche nach dem Shangri-la des Bieres. Ich bin die 6. bierbrauende Generation Dinkelaker in Böblingen. Wie mein Vater, Großvater und Urgroßvater habe ich der Dinkelakerschen Tradition folgend in Weihenstephan das Studium zum Diplom Braumeister absolviert. 1991 ging es auf Betriebsüberwachungsexpedition nach Venezuela zur Polarbrauerei, die damals “total quality like” rund 20 Mio hl Bier produzierte. Nach meiner Rückkehr habe ich noch kurz den Dipl.- Wirtschaftsingenieur draufgesetzt, erste Schritte im Außendienst bei der Eichbaumbrauerei Mannheim gemacht und bin dann mit Familie für ein Jahr zum Brauereiaufbau nach Nord Zypern (1996). Zurückgekehrt darf ich nun schon seit 1997 mit einer klasse Mannschaft unsere regionalen Biertrinker mit feinsten Leckereien aus der Schönbuch Braumanufaktur in Böblingen beglücken. Bier ist mein Leben, deswegen sind meine Tage auch durch Bier geprägt. Tagsüber bespaße ich meine Kunden, Mitarbeiter und freue mich über unsere tolle Brauerei. Zum Feierabend verkoste ich die mir zugeschickten Bierspezialitäten aus dem In- und Ausland und zum krönenden Abschluss natürlich auch unsere Leckereien. Bierreisen mit meiner lieben Frau (ausgebildete Biersommeliere und geduldige Lektorin meiner Blogs - vielen Dank mein Schatz) und Besuche bei Brauerkollegen mit meinem Bierbruder Olly von der Karftbierwerkstatt sind meine Inspiration. Auf der Suche nach dem “Aledorado” haben schon sehr viele schöne Brauereien unseren Weg gekreuzt. Und darüber blogge ich seit 2013. Mega Spass machen mir auch meine Biervorträge und Verkostungen, bei denen ich mit Bierinteressierten meine Leidenschaft teilen darf. Folgt mir auf der Suche nach dem schönsten Brauerei- und Bierort der Welt.

Die Kieler Sprotte – Lillebräu

Brauerei Lille

Puuhhh, was für eine lange Bloggerpause… Eure Emails und Nachfragen haben mich motiviert, mal wieder loszulegen. Und zwar als Erstes bei der 2018 neueröffneten Lillebräu in der Fördestadt Kiel, die ich mit der besten Frau der Welt im Rahmen unserer Deutschland – Bierreise im Juni dieses denkwürdigen Coronajahrs besucht habe. Auf meine Anfrage hin hat mich Mitgründer und Inhaber Max Kühl eingeladen und dann gar nicht „kühl“ bei sich in Kiel in seinen heiligen Hallen empfangen.

Kiel verlor durch den Umzug von Holsten 1986 nach Hamburg seine letzte Brauerei. Nicht nur das war für die beiden Lillejungs Antrieb genug, 2015 biermäßig in der fröhlichsten Stadt Norddeutschlands wieder loszulegen. Gebraut wurde bis zur Eröffnung der Braustätte kuckucksmäßig im Brauhaus Hartmannsdorf. Heute ist Lillebräu mit 3.000 hl p.a. die drittgrößte Brauerei in Schleswig-Holstein. Number one ist die zu der Oetker/Radeberger Gruppe gehörige Jever Brauerei mit ca. 800.000 hl, gefolgt von Flensburger mit um die 550.000 hl Jahresproduktion.

Gebraut werden die Biere auf dem Habek Sudhaus ganz nach dem Willen von Max 100% unique. Will heißen, weder nach mainstream, noch austauschbar oder langweilig. Bei der Auswahl der Zutaten z.B. gibt sich Max richtig Mühe. Bei meinem Liebling, seinem mit 38 IBU lecker gehopften nordischen Pilsträumchen, bezieht er die Hopfensorten Magnum, Saazer und Tettnanger direkt von der Familie Locher aus Tettnang. Die dafür verwendeten Malzsorten Pilsner-, Melanoidin- und Caramalz bekommt er von der Rhönmalz aus der wunderschönen Rhön und Bestmalz aus Heidelberg. Im Gärkeller vergoren und gelagert wird neben dem Pils auch das ausstoßstärkste Gebräu, für Norddeutschland eher überraschend–das Helle, außerdem Weizen, Stout, Lager bis zum IPL, dem Indian Pale Lager und viele mehr…

Eine Brauerei ist sehr kapitalintensiv. Die meisten Banken lassen bei den Brauern wie bei den Gastronomen schnell die Rollläden runter, bevor sich diese Zünfte bis auf einen Kilometer an ihre Geldhäuser annähern. Und so hat Max sich 2017 mit der Ausgabe von  Genußscheinen an 666 Kieler Bierinteressierte finanziert. Genial für alle Beteiligten, denn die Kieler, die das bierige Unterfangen finanziell unterstützt haben, werden hierfür reichlich belohnt. Und zwar mit 12 Flaschen Bier pro Jahr wird die Verzinsung versüßt. Getilgt wird über 25 Jahre. So finanziert sich die Brauerei unabhängig vom Finanzmarkt und bindet potentielle Bierlover an die Brauerei.

 

On top werden die Unterstützer auf den Lagertanks namentlich gewürdigt…

Dieser konsequente Regionalansatz ist der Schlüssel für den Erfolg von Lille. Ich habe schon sehr viele neue Craftbierbrauereien gesehen, keine hat sich so der Regionalität verschrieben. Die leckeren Lillespezialitäten werden im brauereieigenen Schankraum,..

… in 70 Gastrobetrieben und über den regionalen Fachhandel vertrieben. Wenn es eng wird, fährt der Cheffe Max persönlich mit seinem Jumper zu den Kunden. Doch vorher muss das Bier in die bottle.

Die Leibinger Flaschenabfüllung ist echt tricky. Kompakt ohne viel Schnickschnack findet das Gebräu sauerstoffarm den direkten Weg in die Flasche. Max ist als studierter Kommunikationsdesigner ein echter Kommunikationsheld. Die 2 Millionen Medienkontakte sprechen für sich und die Etikettenlinie zeichnet sich durch eine tolle Wiedererkennung aus.

Mein Fazit: Kiel – Kieler – Lille. Chapeau lieber Max und weiterhin viel Erfolg.

 

Die Lahnsteiner Brauerei – dem Grutbier auf der Spur

www.Lahnsteiner.de

War vor zwei Wochen mit meinem Lieblingsbrauereibesichtigungskumpel Olly Koblenzer am wunderschönen Rhein in Rheinland-Pfalz. In diesem Bundesland gibt es nur 15 Brauereien. Direkt neben Koblenz, in Sichtweite zur Koblenzer Brauerei, liegt das schöne Städtchen Lahnstein. Jaja, die Koblenzer Brauerei, eine wechselhafte Geschichte. Früher bekannt als Königsbacher Brauerei, übernahm 1992 die Karlsberg Brauerei Homburg die Braustätte. Seit 2010 gehören nun die Markenrechte vom Königsbacher Bier und dem „Netten Edel Pils“ zum Bitburger Konzern. Die Brauerei blieb bis 2012 bei Karlsberg und wurde dann an zwei Koblenzer Geschäftsleute verkauft. Heute brauen sie noch ca. 100.000 hl, davon je 30% unter dem Namen Koblenzer und Königsbräu. Aber darum geht es ja heute gar nicht. Sondern um Dr. Markus Fohr, seines Zeichens Inhaber der Lahnsteiner Brauerei, und seine Braustätte. Markus hat uns am Wahrzeichen seiner Brauerei empfangen, dem 1411 erbauten Brauereiturm…

Die Geschichte der Brauerei ist untrennbar mit der der Familie Fohr verbunden. Seit 1667 brauen die Fohrs in Lahnstein ihr Bier. Somit ist dem Markus das Brauen in die Wiege gelegt worden, der nun in der 10. Generation seit 1999 Bier aus Lahnstein braut. 1969 geboren, hat Markus hat seine Brauerlehre im elterlichen Betrieb absolviert. Danach ging es von 1990 bis 1998 zum Studieren nach Weihenstephan mit dem Abschluss Dipl. Ing. für Brauwesen und Getränketechnologie.  Den Doktortitel hat er sich unter seinem Doktorvater Meyer-Pittroff im Bereich Energietechnik erarbeitet.

Vor Eintritt in die elterliche Brauerei war er 1,5 Jahre bei der Bitburger tätig, bei der er durch Neuverhandlung der Stromeinkäufe 1 Mio DM einsparen konnte und auch im Marketing und Vertrieb unterwegs war. Seit 2011 ist er ausgebildeter Biersommelier, 2018 wurde er zum Deutschen Meister dieser Zunft gekürt. Die Biersommelier-Ausbildung hat auch die Entwicklung der Brauerei stark beeinflusst. Bei seinem Eintritt 1999 wurde in der ehemaligen St. Martin Brauerei in Lahnstein nur untergärig mit Pils als Hauptsorte gebraut. 2007 wurde die St. Martin Brauerei in Lahnsteiner Brauerei umgetauft und seit der Biersommelierausbildung werden neben den klassischen Bieren auch Craftbiere gebraut. Los ging die Brauereireise mit zufällig gleicher Oberhemdenfarbe im 1961 erbauten Ziemann Sudhaus…

Die Jakob Carl Steuerung, die wir auch bei uns in Böblingen hatten, war eine der ersten in Deutschland und verrichtet auch heute noch treu ihren Dienst.

2002 wurden die Sudgefäße runderneuert und der Innenkocher in Eigenplanung durch Markus und einen örtlichen Schlosser neu organisiert. Genial.

Die Lahnsteiner Brauerei braut heute ca. 25.000 hl Bierspezialitäten mit 13 Festangestellten und einigen Aushilfen, Respekt! Die Hauptsorte ist nach wie vor das Pils mit seinen 30 Bittereinheiten. Markus setzt ganz bewusst und aus brautechnischer Überzeugung nach wie vor auf den bewährten Bitterhopfenextrakt, um den seit Jahrzehnten geliebten Geschmack nicht zu verändern. Gefolgt wird das Pils von den obergärigen Bieren Lahnsteiner Altbier und dem Obergärigen nach rheinischer Brauart, das Markus aufgrund der Kölschkonvention von 1985 nicht Kölsch nennen darf. Vergoren werden die großen Sude im Jakob Carl Gärtank…

Die kleineren Sorten werden im Miniaturgärtank vergoren. Das Kirschbier mit Kirschnektar und das Honigbier unter Zugabe von Blütenhonig…

Die Brauerei ist im Besitz mehrerer kathedrahlenhafter Türme: Gär- und Lagertanktürme…

… sowie dem Wahrzeichen, dem Brauereiturm,…

… der ab sofort auch die neuen Etikettenlinie ziert…

Am 4.6.2019 war ein ganz besonderer Tag. Da hatte Markus seinen 50. Geburtstag. Und genau zu diesem Anlass hat sich Markus selbst sein schönstes Geburtstagsgeschenk gemacht: Eine nagelneue 10 hl Craftbierbrauerei. Ganz unter dem Motto „Craftbier zum Austoben“. Leider ist sie bei meinem Besuch wieder abgebaut, da sie von Markus einen neuen Boden spendiert bekommt…

Die neue Brauanlage stammt aus dem Hause Speidel. Dem Sudhaus hat der Markus die Kinderkrankheiten, nach anfänglich ordentlich Bauchschmerzen, mittlerweile ausgetrieben…

… dafür gären die Rauchbiere, IPA´s, Porters, diversen Festbiere und das Donka (ein untergäriges Vollbier, gereift auf bulgarischen Eichenholzchips und bulgarischem Wildthymian, benannt nach Donka Fohr, Markus´ Ehefrau) zuverlässig in den dazugehörigen Gärtanks.

Mein Favorit ist das Grutbier. Kein Braumeister in Deutschland hat über diesen mittelalterlichen Bierstil  so intensiv Nachforschungen betrieben und hierüber einen eigenen Forschungsbericht veröffentlicht. Markus ist im übrigen Nebenberufsjournalist mit schon über 230 Veröffentlichungen und Büchern. Sein Grutbier, dessen Entwicklung von der Fachhochschule Trier unterstützt wurde, würzt er mit Zitronengras, Rosmarin und Anis, der Drinkability wegen. Als Bierbasis dient ein obergäriges Gebräu, die Gewürze werden im Lagertank gestopft. Geiler Stoff, echt seltenes Bier. Ein MUST HAVE!

Mein Fazit: Grutbier ist wie mit dem Ur- Ur- Ur- Uropa Bier trinken–Grut ist gut! Cheers.

 

Luki braut Lucky reloaded – Funfactor XXL in viralen Zeiten

Von mir hört und lest ihr nichts über Corona und Co. Wozu auch, dass Netz ist ja schon totalitär verseucht. Ich widme mich nach wie vor den schönsten Dingen des Brauerlebens. Und das mit tatkräftiger Unterstützung meines jetzt im homeoffice studierenden Weihenstephaner Dipl. Braumeisterstudenten und Erfolgsjungbräu Luki. Sein Lucky Experience, eines der ersten untergärig kaltgehopften Lagerbiere, ist nun im vierten Jahr und mit saisonal von Mai bis September 1.500 hl verkauften Hektolitern nicht nur bei den Hipstern bei uns um den Schornstein sehr beliebt.

Aus diesem Grunde habe wir nun schon zum zweiten Male, nachdem wir einen herrlichen rötlich kastanienschimmernden untergärigen Bock (Anm. Redaktion – verheerend süffig) gebraut haben, seine Polsinelli 50 Liter Anlage angeworfen. Ziel war einen Versuchssud für Lucky 2.0 unter Verwendung von verschiedenen Malz- und Hopfensorten einzubrauen und auszutesten.

Luki´s Brauanlage steht wunderschön in unserem ehemaligen Maschinenhaus aus dem Jahre +/-1870 neben diversen uralt Kältekompressoren und einer Dampfmaschine Baujahr 1939. Hier führen wir normalerweise — und hoffentlich bald wieder –regelmäßige Bierverkostungen für Bierinteressierte durch. Also das ideale Ambiente, um den Sud Lucky 2.0, „the new experience“,einzumaischen.

Luki  hat sich ein ganz neues Rezept überlegt. Habt Verständnis, dass wir nur einen Auszug, das Maischprogramm, veröffentlichen. Die Details der verwendeten Malz- und Hopfensorten, deren Mengen und Gabezeitpunkte unterliegen höchster Geheimhaltung.

Dann ging es auch schon los mit dem gemeinsamen Einmaischen, nachdem wir das Schrot auf der Zweiwalzenmühle gemahlen haben. Mit Muskelkraft als Rührwerkunterstützung, damit auch nix anbrennt….

Luki ist ein echter Qualitätsfanatiker. Er achtet nicht nur auf die strikte Einhaltung von Temperaturen und Zeiten, sondern auch extrem auf die Hygiene. Hab bei der 72 °C Rast einen fetten Anschiss von ihm kassiert….

Dann ging es zum top secret, der Hopfengabe. Hier hat Luki sehr viel Hirnschmalz bei der Auswahl der Hopfensorten verwendet. Nur so viel: nix von der Stange, sondern er hat zwei ganz besondere Vertreter meiner Lieblings-Hanfgewächse gewählt. Zur Vermählung gab es erstmal einen geziemenden Streifen Horst hell Lagerbier…

Dann haben wir die Stammwürze gemessen, die Würze abgekühlt und lange zwei Wochen kalt im offenen Gärtank vergoren. Nach dem Schlauchen in zwei 30 l Fässer haben wir das Jungbier behutsam im Lagerkeller ausreifen lassen.

Mein Fazit: Leute, habe schon sehr viel Bier in meinem Brauerleben verkosten dürfen. So ein lecker, unfassbar süffiges Bier leider noch nie. Seid gespannt!! Cheers.

Eilmeldung – Stammt der älteste Göttertrunk Europas vom Bodensee?

Heute möchte ich Euch diese Meldung von der archäologischen Denkmalpflege nicht vorenthalten, die über meinen Presseticker geflimmert ist. Habe den Text leicht auf das Wesentliche gekürzt. Viel Spaß beim Lesen.

Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung des Archäobotanikers Dr. Andreas Heiss ist es gelungen, gemälzte Gerste in prähistorischen Gefäßen aus Pfahlbausiedlungen am Bodensee nachzuweisen. Die Forschungsergebnisse bestätigen, dass malzhaltige Getränke bereits im 4. Jahrtausend vor Christus in Baden-Württemberg zubereitet wurden.
Bisher galten keltische Fundstellen des 5. bis 4. Jahrhunderts vor Christus, ebenso im heutigen Baden-Württemberg, als älteste Brauereien Mitteleuropas. Weltweit stammen die ältesten Brauereinachweise bisher aus Israel mit Datierungen aus dem 12. Jahrtausend vor Christus.
Bei der nun untersuchten Fundstelle handelt es sich um die Seeufersiedlung Hornstaad-Hörnle IA, die vor der Halbinsel Horn in der Flachwasserzone des Bodensees liegt. Wie Messergebnisse des Labors für Dendrochronologie des Landesamtes für Denkmalpflege gezeigt haben, wurde die etwa fünfzig Häuser umfassende Siedlung innerhalb weniger Jahre zwischen 3917 und 3910 vor Christus errichtet.

Um 3910 vor Christus fiel sie einem verheerenden Brand zum Opfer, wurde danach aber sofort wieder aufgebaut. Durch das Schadfeuer sind ganze Haushalte verbrannt, darunter auch Schmuck, Getreidevorräte, Waffen und Geräte sowie tonnenweise Scherben und Tierknochen. Vor welcher Mammutaufgabe die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler standen, zeigt auch die Zahl der erhaltenen Pfähle: Es wurden über 14.500 Pfähle verprobt und das auf einer Fläche von nur etwa einem Fünftel der gesamten Siedlung. Verbrannte Gefäßinhalte gehörten bisher nicht zu den spektakulärsten Funden, aber neue naturwissenschaftliche Ansätze machen in der Archäologie immer wieder Überraschungen möglich.
Die nun im Fachjournal PLOS ONE veröffentlichte Studie nutzt spezifische Abbauspuren, die beim Keimen (und damit beim Mälzen) an den Zellwänden von Getreidekörnern entstehen, erstmals zum Nachweis von Malz in verkohlten archäologischen Resten. Dem internationalen Forscherteam ist es gelungen, diese Methode erfolgreich auch auf verbrannte amorphe Krusten in Töpfen anzuwenden, in denen keinerlei Körner mehr kenntlich waren.
Besonders interessant ist der Fund aus Hornstaad-Hörnle, weil er belegt, dass fein zerkleinertes Gerstenmalz mit einer Flüssigkeit aufgegossen wurde. Der Nachweis, dass diese Flüssigkeit bereits alkoholhaltig war, ist allerdings kaum zu erbringen. Es könnte sich theoretisch auch um ein noch alkoholfreies Malzgetränk gehandelt haben.

Mein Fazit: Hoffentlich ist das mit dem alkohlfreien Malztrunk nur Spkulation. Cheers.

Biertuelle Reise in die Birra Carru – der Bierweinhybrid

Auf unserer heutigen, coronabedingt biertuellen, Reise geht es ins wunderschöne Piemont. Anfang November 2019 waren wir mal wieder in Alba zu Besuch bei der Trüffelmesse. Bei der Gelegenheit haben wir uns zum Mittagessen mit meinem Brauerkollegen und Freund Lelio von der Brauerei Birra Carru getroffen. Er hat uns zu einem sehr leichten Mittagessen im irgendwo im nirgendwo in den albanesischen Bergen eingeladen…

Nach einigen Fläschchen seiner piemontesischen Bierchen ist uns die geniale  Idee gekommen einen Collab Brew am Tag des Deutschen Bieres 2020 zu brauen. Gedacht getan. Nach Rückkehr nach Böblingen habe ich alles Nötige eingetacktet. Doch leider ist der Corona um die Eck gekommen und hat uns unseren Spass gründlich vermasselt. Geplant war mit unseren Rohstoffen bei Lelio einen Bierweinhybrid unter Verwendung einer Muskatellermaische zu brauen. Naja, so sind wir nun anstatt nach Alba zu düsen vorbildlich zu Hause geblieben. Auf diesen Schreck habe ich mir erstmal ein Bombardino von Lelio eingeschenkt.

Vom Biertyp ein „Bionda doppio malta“, ein unfiltrierter, heller, mit Gerstenmal gebrauter obergäriger Doppelbock. Super Ergänzung zu den Butter Braunis meiner Frau. Der 9%-igen Zaubertrank von Lelio ist echt der Hammer. Wer über Lelio und seine Birra Carru mehr erfahren will… Birra Carru

Mein Fazit: Wein nach Bier, das rat ich Dir.

Herzschmerztherapie unter Quarantäne – Bierologie statt Virologie…

Hand auf mein Herz. Ich vermisse so arg den face-to-face Kontakt und das Biertrinken nach den Brauereibesuchen mit meinen lieben Brauerkameraden. Was vor sechs Wochen noch undenkbar schien, hat sich heute nightmarehaft als miese, schlechte Reality Show erwiesen. Menschen mit Masken überall, wie in einem apokalyptischen Trashmovie aus den frühen 1960igern. An Kneipen-, Restaurant- oder Brauereibesuche nicht zu denken. Das bedeutet, mein Lebensinhalt findet fast nur noch in meiner Traumwelt statt. Da für mich das Bierglas aber immer halb voll ist,  lasse ich mir meine Haare als sichtbares Zeichen der Hoffnung und Solidarität zu den Gastwirten und Brauereischaffenden so lange wachsen, bis auch die letzte Kneipe in Böblingen wieder geöffnet ist. Denn ohne Gastro keine Brauerei und ohne Brauerei keine Gastro. Basta!

Vorher: Mit Braumeister Gustel und der Bierkönigin..

Heute nach sechs Wochen…

Meine Haare sprießen wie der Hopfen an Ostern…

So, jetzt aber genug gejammert. Lasst uns das Beste draus machen. Bierkrug aus dem Schrank und Durchlaufkühler auf den Balkon…

… mit Blick auf die wunderschönen Gärtanks.

Zum Glück habe ich zusätzlich zum DLK in meinem privaten Bierkühlschrank auch immer Biere befreundeter Brauereien. Und deswegen möchte ich mich mit Euch auf eine virtuelle Reise zu diesen begeben. In Form einer Genussverkostung sowie meiner Blogs über die Besuche. Los geht es mit der Odelzhausener Schloss Brauerei. Wenn ihr gerade kein Bier aus Odelzhausen im Kühlschrank habt, schenkt Euch alternativ ein anderes kräftigendes Starkbier ein…auch Dobby freut sich schon im Hintergrund 😉

Der dunkle Doppelbock OPERATOR gehört zweifelsfrei zu meinen liebsten Starkbieren. Mit 7,5% Alk. Gehalt verträgt er auch eine längere Reifung in der Flasche. Meinen habe ich seit knapp zwei Jahren im Bierkühlschrank gelagert (MHD 24. Januar 2019). Schöne Trockenfrucht in der Nase wie im Antrunk. Ein fantastisches Gebräu. Mein Geheimtipp: Ein Stückchen Bitterschokolade mit mindestens 72 % Kakaoanteil vor dem ersten Schluck auf der Zunge zergehen lassen…

Viel Spass beim Lesen und Trinken! Odelzhausener Schlossbrauerei

Mein Fazit: Bier lesen und Blog trinken (oder war´s andersrum?) macht Spass. Leute, Kopf hoch, der nächste Sommer kommt bestimmt!

Staatsbrauerei Rothaus – Zur Audienz in den vergoldeten Bierpalast

Rothaus

Hand auf´s Herz: Um diesen Besuch habe ich mich lange gedrückt. Denn die Staatsbrauerei Rothaus und deren Inhaber gehört aufgrund ihrer Rolle und Vorgehensweise im Biermarkt nicht unbedingt zu den besten Kumpels unserer Zunft. Nun habe ich, auf gutes Zureden von meinem Bierbruder Olly, doch meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin mit ihm in den Südschwarzwald gefahren. Die wunderschöne idyllische Gegend ist mir nicht unbekannt, da ich meinen guten Freund Dieter Schmid, Cheffe und Inhaber der nur zwanzig Kilometer entfernten Waldhaus Brauerei, dort schon öfters besucht hatte.

Meine Bierneugier hatte also am Ende doch gesiegt und so näherten wir uns spannungsgeladen und voller Vorfreude an das Corpus Delicti an und wurden gleich eindrucksvoll begrüßt.

Auf beschilderten Wegen wurden wir in das Besucherzentrum geleitet. Nach dem Eingang fanden wir  uns gleich im Rothaus Shop wieder.

Klasse gemacht. Viele Fanartikel sind hier käuflich zu erwerben. Von Biergit Socken, Schlüsselanhängern, Luftmatratzen, T- Shirts, Weizenzäpfle Grillsauce bis hin zum…

Dann hat uns unser Guide Petra, mit ihrem unvergleichlichen alemannischen Slang, oder besser Rothüserdütsch, super unterhaltsam durch die Brauerei und deren heilige Hallen geführt. Die Brauerei wurde 1791 von den Benediktinern am heutigen Standort neben der Gaststätte „Zum Rothen Haus“ gegründet. 1806 fiel sie im Zuge der Säkularisierung an das Herzogtum Baden. Seit 1892 gibt es Flaschenbier und seit 1950 das berühmte Tannenzäpfle in der 0,33 l Bottle. Die Geschichte der Brauerei mit ihrer Ausstoßentwicklung ist wirklich interessant. Denn der Ausstoß stieg 1862 von ca. 7.000 hl auf 32.000 hl im Jahre 1913, um aufgrund des ersten Weltkrieges 1919 wieder auf 6.900 hl zu sinken. Anno 1922 wurde in sie in eine AG umgewandelt. In den 1980ern wurden um die 300.000 hl gebraut. Nachdem sich die Rothauser Heeresleitung entschlossen hatten, die Schleusen  auch Richtung Württemberg zu öffnen, verdreifachte sich der Ausstoß auf ca. 900.000 hl.  Diese Mengenexplosion war wohl auch eine erste Gegenentwicklung hin zur Regionalisierung auf die damals schon einsetzende Globalisierungsbewegung um Becks, Warsteiner, Bit und Co Anfang/Mitte der neunziger Jahre.  Dieser Trend zur Regionalität hat sich bis heute verstärkt und so geht nun, aufgrund der Beliebtheit der kleinen Regionalbrauereien, der Ausstoß der heute zweitgrößten Brauerei in Baden Württemberg in den letzten Jahren wieder bergab. Trotzdem wirft der Staatsbetrieb immer noch fette Dividenden an das Land ab. Bei ca. 77 Mio. € Umsatz wird ein fetter Gewinn i.H.v. ca. 11 Mio. ausgewiesen. Da freut sich das Land. Bei den Erträgen wurde das Investieren nicht vergessen. 2006 wurde das wunderschöne neue Sudhaus in Betrieb genommen.

Und investiert wurde in der Vergangenheit schon richtig. Neben der Produktivität wurde auch immer auf Ästhetik geachtet…

Die Brauerei verfügt mit ihren 64 Gär- und Lagertanks über 110.000 hl Tankvolumen. Vergoren werden die untergärigen Biere bei 10°C, die obergärigen Biere bis 20°C. Gereift wird das Bier kalte vier Wochen lang bei -2°C, denn der Gefrierpunkt bei 5 vol.% igen Bieren liegt ja bekannterweise bei -2,2°C.

Die Tanks sind Baujahr 1999 und von Ziemann – Bauer gefertigt worden. Der Gärkeller hat schon fast eine kathedralenhafte Anmutung…

Der neue hochmoderne Flaschenkeller mit einer Ausbringungsleistung von 50.000 hl ist vom Allerfeinsten…

… genauso wie die 2011 angeschafte Keganlage mit einer Leistung von 240 Fässern pro Stunde.

Das freut natürlich die Rothaus-Patronin Biergit Kraft. Der Saga nach war sie vor 100 Jahren die Braumeisterstochter und hat ihr Aussehen auf den Etiketten bis heute kaum verändert.

Zum  Abschluss sind wir noch in den Brauereigasthof eingekehrt und haben uns über das leckere Essen und die durchweg sauberen und süffigen Biere gefreut.

Mein Fazit: Bier gibt Kraft, ein Dank an die Biergit.

Staropramen – Ab ins Visitorcenter

Staropramen

Habe mich in Prag mit meinen Brauerkollegen zu Bier- und Brauereifachgesprächen getroffen. In der Mitte Dieter Schmid von der Brauerei Waldhaus und links Holger Fichtel von der Arcobräu Moos mit seiner berühmt berüchtigten Mooser Liesl. Ein Programmpunkt war der Besuch der Staropramen Brauerei, ein Betrieb des Molson Coors Konzerns. Dieser ist weltweit der fünftgrößte Brauereikonzern mit 96 Mill. hl p.a. und einem Weltmarktanteil von 5%. Nachdem wir unseren Besuch angekündigt hatten, haben wir von den Kollegen von Molson Coors den gastfreundschaftlichen Hinweis bekommen, dass keine Brauereiführung unter Kollegen möglich sei und wurden auf ihr „Visitorcenter“ verwiesen (Anmerkung Redaktion: einmaliger Vorgang. Unter Brauern ist die Brauereitüre immer offen). Das hat der konzentrierten Stimmung keinen Abbruch getan und so ging es hoch motiviert und neugierig in das Centro Visitör.

Die Brauerei wurde 1869 gegründet, das erste Staropramen verließ dieselbe 1911. Gute alte Zeit…

Im alten Sudhaus wird auf die lebhafte Vergangenheit Bezug genommen. Die Übernahmekapriolen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks bleiben weitgehend unerwähnt. Von Bass gekauft, wurde Bass später von InBev geschluckt. Dann landete die Brauerei über eine Private-Equity Gesellschaft schlussendlich bei Molson Coors.

Dann ging es an schwebenden Sudpfannenhauben vorbei….

… zu einem ganz interessanten, vollständig erhaltenen Brauereilabor aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Das wars dann auch schon mit dem Rundgang durch das Visitor Center  und so landeten wir in der Bar desselben.

Zu verkosten gab es vier Biere….

…die wir rasch leerten, um uns in der Innenstadt im „Original Beer Spa“ von den Strapazen zu erholen.

Mein Fazit: Manchmal ist Spa besser als Bier. Na zdravi.

Nattheimer – Im Reich der kippenden Tanks

Nattheimer

Warum in die Ferne schweifen….? War mit meiner lieben Frau mal wieder auf der Ostalb in Sachen Bier unterwegs. Die Ostalb mit ihren über 10 Brauereien ist ein echter Bier- und Brauerei-Hotspot. Heute geht es in den Landkreis Heidenheim nach Nattheim in die Privatbrauerei Schlumberger. Und diese hat sich als echter Geheimtip entpuppt.

Die Brauerei der Inhaberfamilie Schlumberger  ist ein eigener Ortsteil von Nattheim und steht auf 5 ha brauereieigenem Grund. Wir wurden sehr herzlich im 2007 zum „Deutschlands bester Getränkefachmarkt“ ausgezeichneten Bräumarkt begrüßt. Nach einer Kurzexpedition mit Ulrike Schlumberger durch ihr Einkaufsparadies für Bier- und Weinliebhaber mit einer wohl einzigartigen Geschenkeauswahl ging es mit Brauereichef Heinz Schlumberger direkt ins wunderschöne Sudhaus.

Die Brauereigeschichte der Familie Schlumberger beginnt im Jahre 1847 als Leonard Schlumberger die ehemalige Taverne „Zum Ochsen“ erwarb und dort auch Bier braute. Heute steht der neuerrichtete Brauereigasthof an dieser Stelle, gleich neben dem Sudhaus. Seine Brauerlehre hat Heinz Schlumberger in der ehemaligen Mundinger Brauerei  Offenburg, die 1983 ihre Tore schloss, absolviert. Nach fünf Gesellenjahren in verschiedenen Brauereien leitet er nun schon seit 1971 die Brauerei. 1995 wurde im Sudhaus die Jacob Carl Pfanne installiert, 2015 durch Braukon das restliche Sudhaus erneuert. Ausgeschlagen werden 4 Sude pro Tag mit 80 hl pro Sud. Mit ca. 700 Sud p.a. ist das Sudhaus optimal ausgelastet und produziert somit 56.000 hl feinste Bierwürze im Jahr.

Den Treberabtransport ins 14 m höher gelegene Trebersilo hat Heinz selber entwickelt. Mittels Druckluft wird der Treber in die Silos nach oben katapultiert.

Und dann ging es los. Im obergärigen Gärkeller, in dem die leckeren Bierwürzen in Schnabeltanks ganz klassisch vergärt werden, bin ich auf eine echte Sensation gestoßen. Heinz hat auch da ein wohl ziemlich einmaliges System entwickelt, in dem er seine Tanks durch Hubzylinder während der Hauptgärung kippen kann. Schaut auf die Füsse vorne rechts und links.

Das gleiche System hat er auch bei seinen untergärigen Gärtanks installiert. Hintergrund ist der, dass Heinz möchte, dass der während der Hauptgärung enstehende Kühltrub, der ja bekanntlich nach oben steigt, komplett ausgeschieden wird…..

…und nicht im Bier verbleibt, sondern in den vorgesehenen Wannen landet. Denn durch das Entfernen der Hopfenharze mit dem Kühltrüb entstehen noch feinere, reinere Biere. Genial.

In Nattheim wird bei den untergärigen Bieren „saukalt“ vergoren. Nie wärmer als 8 °C. Das macht die Biere mega bekömmlich und super rein. Mein Liebling ist das Nattheimer Spezial. Rein, süffig und super bekömmlich. Auch die Reinheit und Sauberkeit der Brauerei außen wie innen ist außergewöhnlich. Alles blitzeblank. Gefreut hat mich, dass neben den neuen Gärtanks auch noch die offenen Gärtanks benutzt werden. Was gibt es Schöneres.

Im Filterkeller habe ich meine alte Liebe getroffen. Den Seitz Orion Kombifilter. Ist er nicht schön….

Heinz hat über die letzten 50 Jahre kontinuierlich in seine Brauerei investiert und somit das Fundament für die nächste Generation geschaffen — Sohn Max ist inzwischen nach abgeschlossenen Studium in Weihenstephan mit an Bord! — 1984 wurde die neue Flaschen- und Fassabfüllung auf die grüne Wiese gebaut und mittels einer 180 m langen im Erdreich verbauten  Hostalen Bierleitung mit dem Drucktankkeller verbunden.

Zum Abschluss ging es noch auf Zeitreise durch das bei der Brauerei im ehemaligen Verwaltungsgebäude gelegene Brauereimuseum. Sehenswert.

Mein Fazit: Nattheimer rein und fein. Das Bier, das aus der Kälte kam.

Meteor trifft Tiger – Auf Brauhaus Tour in Strassbourg

Meteor

Nach unserem Collaboration Brew bei Vivien in Colmar ging es nach Strasbourg zum Brauhaus-hopping. Genächtigt haben wir in einem der ältesten Hotels Europas, dem Cour du Corbeau. Absoluter Geheimtip! Nach unserer Ankunft sind wir gleich ganz zufällig über das Brauhaus der Brasserie Meteor mitten in der Fußgängerzone der Altstadt gestolpert.

Die Jungs und Mädels von Meteor haben ihren Biertempel im Oktober 2019 eröffnet. Ganz schön mutig in einer weingeschwängerten Gegend unterhalb der elsässischen Weinstrasse. Die Brasserie Meteor, oder auf Deutsch Brauerei Meteor, ist mit rund 500.000 hl Jahresproduktion die größte familiengeführte Privatbrauerei in Frankreich. In ihrem Brauhaus wird zwar nicht gebraut, aber die halbierte, an die Wand gedübelte Kupfersudpfanne mit Barfunktion lässt keine Brauerwünsche offen. Gebraut wird übrigens im 25 Autominuten entfernten Hochfelden nördlich von Strasbourg.

Auf gut und gerne 1000 m2 Gastrofläche wurde hier ein Brauerei Flagshipstore der Extraklasse und neuesten Generation verwirklicht. Der echte Hammer. Von der Hauptbar Nr. 1 ….

…bis zur Bar Nr. 2 auf dem historischen Bieromobil. Voll lässig und mitten drin im Gastrohimmel.

Die Biere durch die Bank rein, lecker und mega süffig. Vom selbstgebrauten Abtei Remake, über Baltic Porter, IPA, Blanche bis zum Lager. Mein Lieblingsmeteor  ist das Pils.

Bevor es ins nächste Brauhaus ging, haben wir uns noch mit der leckeren elsässichen Brauhausküche gestärkt und ein wenig über die Örtlichkeiten gefreut…

Fünfzehn Minuten fußseitig vom Meteoriteneinschlag entfernt, liegt gleich hinter dem Altstadtausgang das zweite super moderne im industrial vintage style konzipierte Brauhaus Le Tigre der Brauerei Kronenbourg. Kronenbourg ist mit 30% Marktanteil und ca. 5.000.000 hl Jahresproduktion die größte Brauerei in Frankreich und gehört zum Carlsbergkonzern in Dänemark. Carlsberg ist nach AB InBev, Heineken, China Ressources Breweries die viertgrößte Brauereigruppe der Welt.

Empfangen wird man in der Bar „Le Petite Tigre“ von ein paar süßen Miniaturgärtanks. Hier werden die saisonalen Spezialitäten vergoren. Erwähnenswert ist das IPA, ordentlich durchgehopft und absolut biersortentypisch. Der Hauptgastraum „Le Grand Tigre“ mit einer Kapazität von gefühlten 200 Sitzplätzen ist schon auf den ersten Blick echt beeindruckend…

… zumal er sich mit dem zweiten, IPA-geschwängerten Blick als Auslaufgehege des elsässischen Tigers offenbart.

Sehr cool sind die zwei riesengroßen Flammkuchenofen, aus denen die Hälfte der auf der Karte befindlichen Spezialitäten geboren werden.

Mein Fazit: Strasbourg, nicht nur brauhausmäßig immer eine Reise wert. Chapeau.