One Beernightstand in Riga

Bin mal kurz nach Riga, um dort die Craftbeerscene der lettischen Metropole zu erkunden. Wo geht das besser als auf dem dortigen Craftbeerfestival……

Und gleich rein ins Getümmel. Echt krass geil, was hier biermässig geboten ist. Die baltische Craftbeerscene hat sich extrem schnell entwickelt. Um Riga rum haben sich in den letzten Jahren ca. 20 beernerds ihren Traum vom eigenen Gerstensaft erfüllt.

Die Location, der Stadtpark von Riga, wie auch die ca. 40 Brauereien, echt super.

Mit dabei und mittendrin ist auch ein ganz großer Vertreter der hippen Braukunst. Die Delirium Tremens aus Brüssel mit ihrem pinken Elefant. Immer wieder lecker der bockige Langrüssler.   

Auch kulinarisch ist auf dem Festival was geboten. Was passt besser zu den stärkeren Biervertretern als…….

Im ganzen Craftbeertrubel tut ein kurzes Ruhepäuschen richtig gut… 🙂

Nach vielen guten Gesprächen und reichlich Verkostung der baltischen Leckereien habe ich ihn endlich gefunden. Meinen Top – Favoriten….

Die Brauerei wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Zu Fuss ca 30 min von der Innenstadt gelegen, haben die Jungs eine sehr coole Location in einem alten Backsteinensamble realisiert. Hier brauen sie ihre 40 verschiedenen Biere.

Der Taproom ist richtig kultig gemacht. Hier kann man sich gemütlich durch die 12 Fassbiere verkosten. Die Biere sind in 5 Farbgruppen eingeteilt. Grau – gelb – rot – schwarz und pink. Je nach Alkoholgehalt. Echt witzig.

Die Brauanlage wie das Bier – alles home made. Die Biere sind zum Teil im Infusionsverfahren, wie auch im Teilmaischekochverfahren gebraut.

Das ist die erste Sudpfanne mit Segelohren, die mir bei meinen Challenges begegnet ist. Voll strange.

Für Klein- und Versuchssude wird von den Jungs der Grainfather aktiviert.

Dann haben wir uns durch die Lagertanks gezwickelt….

… bis ich mich dann mit einem lecker Lielais Kristaps ( „der legendäre Fährmann von Riga“) verabschiedet habe.

Mein Fazit: Auf nach Riga.

 

Birra Carru – The liquid pizza

www.birracarru.it

Auf der Reise durch das wunderschöne Piemont in Italien bin ich auf der Suche nach ganz besonderen Brauereien fündig geworden. Mitten in einer nicht ganz unbekannten Weingegend in der Nähe von Alba, in der mancher Weinnerd sich dem Rebensaft hingeben soll, hat sich mir in einem unscheinbaren Hinterhof in  Carru unverhofft mein Bierherz geöffnet.

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Am diesem frühen Abend im Oktober wurde mir in der Birreria  Carru vom Cheffe Lelio Bottero persönlich Einlass gewährt. Zuerst ging es vorbei am brauereieigenen Flipper….

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… ins Sudhaus. Die Brauerei wurde erst dieses Jahr im Juli eröffnet. Lelio ist ein unglaublicher Beerfreak. Ursprünglich war er in einer Käserei Marketingleiter, als ihn plötzlich das Biervirus befallen hat. Nach 10 Jahren Partnerschaft mit dem italienischen Craftbeerguru und Mitbegründer der Szene, Teo Musso, hat er sich seinen Traum einer eigenen Brauerei verwirklicht. Das Startkapital hat er durch den Verkauf seiner selbstgeschriebenen Craftbeer – Bibel „Guida all apertura di un microbirrificio“ verdient. www.leliobottero.it  – oder grob ins Schwäbische übersetzt: „Anleitung zur Eröffnung einer Mikrobrauerei“.

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Das halbautomatische Sudhaus, gefertigt in Alba, hat eine Ausschlagmenge von 12 hl. Halbautomatisch, weil bis auf die Temperaturführung beim Maischen alles händisch gemacht wird. Real craft. Im rotweingeschwängerten Piemont gibt es zum Glück mittlerweile fast 50 Brauereien. Nach der Schrotmühle….

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… konnte ich mir im Hopfenkühlschrank auch andere Gewürze anschauen, die Lelio beim Brauen seiner herrlichen Bierspezialitäten verwendet. Alles biologisch, vom Kardamom bis zu den Orangenschalen für das Wheat Beer.

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Lelio vergärt nur obergärig mit verschiedensten Hefen zwischen 19°C und max. 25°C. Nach der Hauptgärung bleibt das Bier nach der Abkühlung noch ein paar Tage in den Tanks, dann wird filtriert und mit frischer Hefe unter Zusatz von Speise* in der Flasche nachgegoren. Wie übrigens auch meine Kumpels von der Brooklyn Brewery. Flaschengärung – lecker. (* Zusatz von Speise kurz mit Wernersprache erklärt – Zugabe von unvergorener Bierwürze).

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Die kleine feine Flaschenabfüllung made in Italy.

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Und dann haben wir verkostet. Die Biere sind allesamt unfassbar lecker. Bemerkenswert ist die drinkability der Biere. Hierauf legt Lelio großen Wert. Die meisten der Biere werden unter Zusatz von verschiedenen Mengen Muskatellermost vergoren. Zwischen 10% und 30% je nach Biersorte. Seine 4 Hauptsorten hat er passend zu den empfohlenen Speisen benannt. Für – Käse – Fleisch – Fisch und Pizza. Genial.

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Für Weihnachten hat er ein lecker Stöffchen mit 17% Stammwürze, Yule ist sein Name, unter Zugabe von 15 Kg bester Schokolade gebraut.

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Mein Fazit: Das beste am Wein ist das Bier danach. Lelio, 1000 Dank an Dich und deine Familie für die tollen Biere und die einzigartige Gastfreundschaft.

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Lehner – die Ruhe vor dem Sudhaussturm

www.lehner-bier.de

Eine sehr traurige Nachricht hat mich dazu veranlasst zu einer der für mich schönsten Brauereien im Zollern Albkreis zu fahren. Andi Klaussmann, Cheffe und Braumeister der Lehner Brauerei, hat mir so beiläufig am Telefon erzählt, dass er im Oktober ein neues Sudhaus bekommt… Whaaat the ….. Och nee….. Also schnell zum Andi nach Rosenfeld.

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Der Abschied tut mir sooo arg weh, denn ich bin total in das wunderschöne Ziemann Sudhaus verliebt. Ist auch noch derselbe Jahrgang wie ich, Baujahr 1967.

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Jetzetle müsst ihr halt einige Fotos von meiner scheidenden Liebe ertragen, ich bin soooo traurig… 🙁

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Ausgeschlagen wurden 80 hl….

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da bekomme ich meinen Mund nicht mehr zu….

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Andi Klaussmann hat bei der Brauerei Ketterer Hornberg Brauer gelernt und dann in der Brauerei Mellert im Kinzigtal gearbeitet, bevor er bei Lehner angeheuert hat.

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Ende Oktober wird das alte Sudhaus ausgebaut…..

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… und in 6 Wochen das neue Kaspar Schulz Sudhaus mit einer Kapa von 40 hl eingebracht.

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Die Brauerei Lehner ist seit 1999 eine Stiftung.

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Welch ein Stilleben….

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Bei diesem schweren Abschiedsbesuch hat mich die Crew der Kraftbierwerkstatt begleitet. Links – der Andi.

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Ein letzter Blick in den Läuterbottich zum wunderschönen Messingsenkboden…

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…danach der Blick zur Schaltzentrale des Raumschiffs Lehner.

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Wenn das der Spocki sehen könnte….

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Unter dem Sudhaus hat uns dann der Andi seinen Hopfenseiher erklärt. Dieser wird beim Einsatz von Naturhopfen benötig.

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Und der Blick ins Innere des Seihers.

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Danach ging es weiter in den wunderschönen offenen Gärkeller. Einer der letzten in Betrieb in Baden-Württemberg. Es ist schon sehr schade, dass selbst kleinere Brauereien auf geschlossene Gärung umgestellt haben. Was gibt es erotischeres als offene Gärung….?

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Ein Blick in einen leeren Gärbottich. Zu sehen ist die Kühlschlang, mit der das Jungbier währender der Gärung auf Temperatur gehalten wird.

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Meiner Meinung nach sind die Biere bei kaltem Gärverlauf und offener Gärung einfach einen Tick reiner als Biere, die in geschlossenen Gärtanks unter Druck vergoren werden. Aber auch hier scheiden sich natürlich die Geister die ich rief…

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Eines meiner Lieblingsmotive – hocherotisch…

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Der Andi vergärt seine untergärigen Spezialitäten bei max 12°C. Das Export mit 12,8 % Stammwürze ist die Hauptsorte. Das Landbier ist ein Cuvee aus Pilsner und Export, das Pils wird mit Naturhopfen auf 32 Bittereinheiten feingehopft.

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Und genau so sieht eine gesunde Gärdecke aus. Wunderschön.

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Unter den Gärbottichen ist der Versorgungsschacht. Von dort aus wird befüllt und entleert.

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Gereinigt wird nach alter Sitte von Hand mit dem Schrubber. That`s real Craft.

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Dann ging es tief hinab in den Lagerkeller. Andi schlaucht seine Jungbiere mit Restextrakt…..

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…dieser wird zur Nachgärung benötigt, um das gute CO2 im Bier zu binden.

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Dann wird das Bier filtriert…

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… bevor es in der Flaschenabfüllung in die bottle kommt.

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Ein ehemaliger Mitarbeiter hat im Keller ein kleines Museum eingerichtet.

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Sehr nett gemacht. Und dann ging es zur…..

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Verkostung.

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Direkt aus dem Lagertank gezwickelt, hat uns der Dunkle Winterbock mit 17% Stammwürze und 7,2% Alk. super lecker gemundet.

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Mein Fazit: Andi, ich komme wieder zur Besichtigung des neuen Sudhauses. Vielleicht verlieb ich mich ja wieder. Bitte lass noch ein bisserl Winterbock im Tank. Thanks für die super Gastfreundschaft.

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Störtebeker – Die Ostseepiraten

www.stoertebeker.com

Als alter Piratenfan hat mich der Wind auf meiner Reise nach Brauereischätzen in den letzten Winkel des hohen Norden getrieben. Nach Stralsund zur legendären Störtebeker. Im kalten Norden wurde ich herzlich von meinem geschätzten Studienkollegen aus Weihenstephaner Zeiten, Arnd-Henning Böttrich, empfangen.

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Nach dem ersten zünftigen Begrüßungsschluck ging es gleich los auf die Expedition „Bierschatzhebung“. Die 1827 gegründete Stralsunder Vereinsbrauerei wurde 1991 von der Nordmanngruppe erworben und Schritt für Schritt erst technisch und dann auch „marketingtechnisch“ modernisiert.

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Und das mit richtig viel Erfolg. Die Ostseepiraten machen locker 200.000hl leckerste Bierspezialitäten. Und das mit starken Zuwachsraten. Woher kommts? Das hat mich natürlich mega interessiert. Zweifelsohne liegt das auch mit an dem Modernisierungsgrad der Brauerei. Nicht nur optisch wunderschön gemacht, auch technisch optimal gelöst, hat mich das….

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… Sudhaus total begeistert. Hier werden die wilden Piratensude eingebraut. Vom legendären und weit über die Neun – Meilen – Zone hinaus bekannten Störtebeker Schwarzbier über das Nordic Porter bis zum Eis – Lager. Insgesamt um die 20 Raritäten, mittlerweile deutschlandweit im Fachhandel zu haben.

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Super automatisiert und klasse umgesetzt sind die Rohrzäune….

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… genial gemacht, die Doppelsitzventile an den Tankausläufen. Erwähnenswert sind die durchgängig sortentypischen Aromen der Bierspezialitäten sowie deren geschmackliche Reinheiten. Bei der Sortenvielfalt nur mit modernster Anlagentechnik und außergewöhnlichem technischen Know How von Arnd – Hennig und seiner Piratencrew möglich.

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Noch bemerkenswerter ist die markentechnische Umsetzung. In dem brauereieigenen Biershop habe ich mir ein Bild hiervon machen könne, wie die Piraten ihre lecker Bierchen den interessierten Biertrinkern schmackhaft machen. Klasse. Und das ist der Schlüssel zum Erfolg bei den Freibeutern aus Stralsund.

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Mein Fazit: Störtebeker, erfolgreiches Kapern durch höchste Qualitäten in Technik und Marketing. Das Säbelrasseln geht weiter.

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Brauerei Schlössle – 400 Jahre Craft

schloessle-bier.de

Mein bieriger Instinkt hat mich intuitiv zu einem echten Geheimtip für real beerlover geführt. Zur Brauerei Schlössle in Neu-Ulm. Herzlich vom Braumeister Volker Tillmann und Juniorchef Moritz Kaltenbacher empfangen, haben wir uns erst einmal den gastronomischen Teil meiner neuer Lieblingsbrauerei angeschaut.

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Die Brauerei, 1690 erstmals urkundlich erwähnt, wird in der 4. Generation von Christa und Werner Zoller geführt.

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Der Biergarten mit 400 Sitzplätzen und wunderschönem alten Kastanienbesatz wurde 2000, 2004, 2006 und 2012 zu einem der schönsten Biergärten Deutschlands gekürt.

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Dann ging es zur gegenüber liegenden Brauerei, die von Braumeister Volker und seinen 2 Lehrlingen geschmissen wird.

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Bis 2004 wurde noch im alten 20 hl Sudwerk mit direkter Holzbefeuerung gebraut, das 2005…..

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… vom neuen Nerb Sudhaus mit Maischautomatik abgelöst und in Rente geschickt wurde. Gebraut wird die leckere Hauptsorte Märzen mit 13% Stammwürze im Dekoktionsverfahren. Das wegen der höheren Energiekosten aufwendige Teilmaischekochen macht die Biere der Brauerei zu kernigen Raritäten.

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Dann ging es weiter mit Christa Zoller, die die Brauerei seit 1988 führt, in den Gärkeller mit seinen blitzeblanken Edelstahlgärtanks….

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… und hinunter in den modernisierten historischen Lagerkeller. Braumeister Volker, mit dem ich 1990 in der ehemaligen Staufen Brauerei in Göppingen gebraut habe, hat uns voller Leidenschaft die Geheimnisse seiner Biere aufgezeigt. Seit 1995 braut er die exzellenten Schlössle Biere.  Ein weiterer guter Brauerfreund und Bierexperte, Eric Toft von der Schönramer Brauerei, hat hier während seiner Berufsschulzeit in Ulm nebenher fleißig Flüssiges gebraut. Die Bierwelt ist sooo schön fein und  klein.

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Schon sehr früh, nämlich seit 2010, begann man im Schlössle auch moderne, international geprägte Bierstile zu brauen. Lange, bevor in Ulm und um Ulm und um Ulm herum beheimatete Brauer wussten, wie man Craftbeer ausspricht. Los ging es mit Schock – einem untergärigen Bockbier mit herrlicher Schokoladennote, bereichert und ergänzt durch die aktuellen Spezialitäten. Die Bierentwicklungen sind reine Familienangelegenheit.

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Verkostet und intensiv diskutiert haben wir die Biere im wunderschönen Biergarten. Mein Ranking: Bernsteinfarbenes Märzen, Georgsbier (dunkles Kellerbier und European Beerstargewinner 2014 und 2015) gefolgt von Chocolate Porter und High Five Hop.

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Mein Fazit: Brauerei Schlössle – da müsst ihr hin!

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Schönheit der Vergänglichkeit – Kosterbrauerei bad Herrenalb

Heute mache ich eine Reise in die Vergangenheit. Zur Klosterbrauerei nach Bad Herrenalb, zu der meine Familie eine ganz besondere Bindung hat. Begonnen hat diese durch die enge Freundschaft von Hermann Mönch und meinem Großvater Wilfried Dinkelaker. Fortgesetzt wurde diese durch die Ausbildung meines Vaters in Bad Herrenalb vor seinem Studium in Weihenstephan im Jahr 1956. Die Brauerei wurde 1863 durch Andreas Mönch gegründet und bis 1999 durch Hermann Lörcher betrieben. Die Bilder habe ich von Herrn Sebastian Graubner zur Verfügung gestellt bekommen, der kurz vor dem Abriss der Brauerei 2007, diese fotografisch verewigte. Sein Buch „Schönheit der Vergänglichkeit“ ist eines der beeindruckendsten seiner Art. Die Reise beginnt mit der Außenansicht der Brauerei und des Wohn- und Verwaltungsgebäudes…….

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….. und setzt sich fort mit der wunderschönen Rückansicht der Brauerei.

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Die Brauereianlagen waren allesamt Baujahr 1908 und bis zuletzt in Betrieb. Die Hauben des Sudhauses und des Läuterbottichs konnte ich erhalten und sind heute in den Brauhäusern der Schönbuch Braumanufaktur in Stuttgart und in Calw zu besichtigen. Ebenso war es mir möglich, die Holzgärbottiche, den Fassfüller und den Berieslungskühler bei mir in Böblingen einzulagern. Hierfür meinen herzlichsten Dank an Hermann Lörcher, Urenkel des Brauereigründers Hermann Mönch.

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Das Ziemann Sudhaus wurde schon damals mit Dampf beheizt. Ausgeschlagen wurden 43 hl, die Brauerei stellte bis zu 6000hl p.a. her. Das Sudhaus war wohl eines der schönsten seiner Art, das ich bei meinen zahlreichen Brauereibesuchen gesehen habe.

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Abgekühlt wurden die Würzen auf dem Kühlschiff….

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… vergoren in den hölzernen Gärbottichen. Meine Besuche in der Brauerei sind mir immer noch sehr gut in Erinnerung und so kann ich diese unserem heutigen Brauernachwuchs weitergeben. Dadurch erhalten unsere Jungbrauer einen Einblick in die damalige Bierproduktion und eine vage Vorstellung wie aufwendig diese war.

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Gelagert wurden die untergärigen Mönchschen Bierspezialitäten in Aluminium Lagertanks, gekühlt wurde, wie damals üblich, durch Raumkühlung.

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Der Dampfkessel wurde mit Kohle beheizt und mit 8 bar Betriebsdruck betrieben.

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Der Ammoniak Kältekompressor wurde über Transmissionsriemen angetrieben und war für die komplette Kälteversorgung der Brauerei verantwortlich.

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Hermann Lörcher kämpfte viele Jahre für den Erhalt der wunderschönen Gebäude und der einmaligen Brauereiausstattung aus dem Jahre 1908. Hierfür zolle ich ihm meinen größten Respekt.

Mein Fazit: Den Wert der Dinge erkennt man erst bei ihrem Verlust.

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Stonehenge Berlin – Greg machts möglich

www.stonebrewing.eu

Meine bierige Neugierde hat mich nach Berlin Mariendorf verschlagen, in den neuen Biertempel von Greg Koch und seiner Stone Brewery. Greg, einer der erfolgreichsten Craftbeer Brewer der USA und bekennender Reinheitsgebotskritiker, hat sich zum Ziel gesetzt, Europa mit seinen full metall jacket Bierspezialitäten zu beglücken. Im Amiland braut er seit 1996 seine arroganten, hopfenbetonten Westcoast-Ales.

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Auf der Suche nach einem geeigneten Brauereistandort hat Greg gefühlte 400 mögliche Orte gecheckt, bis er ca. 15 km außerhalb der Berliner City in einem ehemaligen Gaswerk fündig und sesshaft wurde. Die Backsteingotik mit ihrem kathedralenhaften Charme, erbaut 1901, hat echt Größe und Stil.

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Neben der Brauerei ist auch ein Bistro beheimatet. Auf 2400 m2 Superlative pur.

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Florian Gruber, seines Zeichens Associate Bar Manger und verantwortlich für alles rund um die PR, hat mich sehr herzlich empfangen und durch die heiligen Hallen geführt.

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Ausgeschlagen werden auf dem state of the art Krones-Brauhaus 100 hl pro Sud. In der jetzigen Ausbaustufe können ca. 45.000 hl gebraut werden, in der Endausbaustufe wären final 150.000 hl real craftbeer varieties möglich….. Long road to run.

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Auf der großen Anlage wird seit Juni 2016 gebraut….

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….auf der 10 hl Versuchssudanlage seit Dezember 2015. Putzig.

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Ganzjährig brauen die Jungs IPA,  Ruination Double IPA, Cali-Belgique IPA, das sagenumwobene Arrogant Bastard Ale und zu Weihnachten Xocoveza. Die Biere werden europaweit vertrieben, von Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Spanien, Schweden, Schweiz, bis ins ferne Großbritannien.

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Abgefüllt wird der polarisierende Gerstensaft mit voller Überzeugung in die gute alte Dose, geschützt vor den negativen Einwirkungen der Berliner Sonne. Und das mit modernster Krones Abfülltechnik…..

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…..und zeitgemäßem Design.

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Ein Besuch lohnt sich, zum Verkosten gibt es reichlich. 65 verschiedene Fassbiere, davon die meisten aus befreundeten Brauereien, und weitere Flaschen- und Dosenbiere laden zum Verweilen ein.

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Mein Fazit: Na denne – Cheers

 

Der Grosch und sein Luthertrunk

www.der-grosch.de

Im Lutherjahr 2017 bin ich auf der Suche nach dem berühmten Tresen des Martin mitten in Franken zwischen Bamberg und Suhl  in Rödental auf den Luthertrunk gestoßen. Und das glücklicherweise im Brauereiausschank der Brauerei Grosch. Dort kreiert der ursprünglich aus Wiesbaden stammende Bierrevoluter Christof Pilarzyk seit 20 Jahren außergewöhnliche Bierspezialitäten. Nebenbei ist er auch Geschäftsführer der Privaten Brauereigasthöfe und Mitbegründer des Vereins Bierland Oberfranken.

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Ziel des vor 12 Jahren gegründeten Vereins mit 10 Mio. Internetseitenzugriffen p.a. ist der Erhalt der oberfränkischen Biervielfalt. Denn vor 30 Jahren gab es dort noch sagenumworbene 700 Brauereien, heute stabile 188 survivors fränkischer Bierschaffender. Das bedeutet Weltrekord! Hier ist die höchste Brauereidichte mit 5000 Einheimischen und Zugereisten pro Braustätte zu finden. By the way wird Mann übrigens Vereinsmitglied per Dekret – dafür ohne Mitgliedsgebühren. Respekt!

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Das 2 Gerätesudhaus aus dem Jahre 1969 mit 61 hl symbolisiert wunderschön die Philosophie von Christof, zwischen Tradition und Moderne, ganz nach seinem Motto:

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Wie seine Biere so auch seine offene Gärung – Kunstwerke für Augen und Gaumen…

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Im Lagerkeller ist Christof dann näher auf seine Philosophie der Bierkreationen  eingegangen. Zusammen gefasst drückt sich diese sehr schön in einem Zitat von ihm aus: “ Der Geschmack ändert sich, unsere Rezepturen nicht“. So lagert dort still und leise Christofs Liebling, das Anno 1492. Da war doch was? Genau, just in diesem Jahr überquerte Christoph K. den Teich und die Brauerei Grosch würde gegründet. Deswegen trifft in dieser cross over Kreation auch fränkisches Rauchmalz auf amerikanischen Citra- und Cascadehopfen. WOW- dezente Rauchmalznote vs. Südfruchtaroma. Bemerkenswert.

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Weiter ging es steiler und steiler in die alten Lagerkeller, wo wir dann auch Luther getroffen haben. Natürlich DE Öko 001 zertifiziert. Bio, weil zu Martins Zeiten Biobier voll trendy war. Gebraut wird der Trunk mit Biomalz von Weyermann und Biohopfen aus der Spalter Hopfenecke. Lecker!

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An der Schnittstelle Lagerkeller – Fassabfüllung vorbei ging es direkt…..

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….zur Bierfiltration. Ganz klassisch nach altväterlicher Sitte werden die leckeren Bierraritäten schonend schichtenfiltriert und dann zum…..

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… Trunk freigegeben.

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Mein Fazit: Dem u.g. Zitat ist nichts hinzu zu fügen! Christof 1000 Dank für die Gastfreundschaft und deine inspirierenden Inputs.

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Markus und seine Insel Brauerei

www.insel-brauerei.de

Zu oft habe ich die Legende über die seltenen Biere von Markus und seiner Insel Brauerei zu Ohren bekommen. Deswegen ab auf die ferne Insel Rügen. In der 2015 gegründeten nagelneuen Brauerei braut Markus seine seltenen Biere. Die Brauerei, wie auch deren Bierraritäten sind allesamt der genialen Schöpfungskraft von Markus entsprungen. Nach 16 Jahren bei der Störtebeker Braumanufaktur hat Markus den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und seinen Traum von Bier auf Papier gebracht und mit Hilfe belgischer Bierinvestoren diesen sogleich umgesetzt.

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In dem super gestylten Brauerei Shop habe ich sofort mega Lust auf die allesamt mit Flaschengärung hergestellten obergärigen Biere bekommen.

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Super geil die Flaschenverpackung. Markus, du bist echt der Hammer, so verhübscht man leckere Biere und kleidet sie der Qualität entsprechend ein. Wahnsinn!

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Richtig trocken im Hals wurde mir, als mir bewusst wurde, mit welcher Fachkompetenz Markus seine Biere braut. Nicht umsonst wurden 8 Biere 2016 beim World Beer Award in London mit Gold ausgezeichnet. Und das hat seine guten Gründe. Im Sudhaus…..

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…. ist mir gleich der Hopfenveredler ins Auge gesprungen. So ein Teil habe ich bei meinen letzten 200 Brauereibesuchen nicht gesehen. Dort fließt die nicht ganz kochende Würze gemächlich durch den leckeren Naturhopfen und nimmt somit nur die besten Hopfenöle und Aromen mit auf ihren Weg.

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Vergoren wird nur in offenen Bottichen. Und das, ohne die Hefe mit zu hohen Drücken aufgrund von riesigen Tankhöhen zu stressen. Ich liebe die offene Gärung. Nicht nur erotisch fürs Auge sondern am Schluss auch für den Biergaumen. Und man kann die Decke von Hand abheben, so bleiben dem Bier die unedlen Aromen erspart.

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Gereift und endvergoren wird dann klassisch in den Lagertanks. Vom Baltic Ale, Baltic Dubbel bis zur Meerjungfrau Natursauer haben alle Spezialitäten eine mega drinkability.

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Da macht das Biertrinken echt Spass.

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Mein Fazit: Dank Markus echte Biergenialität in Meck-Pomm.

Kommunbrauhaus Rossach – die Mehrgenerationenbrauer

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Wer das Märchen Dornröschen kennt, der kann meine Liebe zu altehrwürdigen Kommunbrauhäusern verstehen. Aus diesem Grunde ging es ab nach Großheirath-Rossach in Oberfranken. Schon von außen – Liebe auf den ersten Blick.

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Im Inneren wartet die schlafende Prinzessin auf mich. In Form des „neuen“ Sudhauses aus dem Jahre 1934.

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Die gute alte Prinzessin wird vier mal im Jahr wachgeküsst und natürlich direkt befeuert. Macht bei 25 hl pro Sud ca. 100 hl lecker Bierchen p.a..

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Angetrieben wird sie mit Riemen, eingemaischt wird bei 34 °C. Gleich vier mal wird  gehopft, ganz dezent und mit viel Leidenschaft. Schön der Läuterbottich, der nicht nur zum Abläutern, sondern auch zur Maischeruhe gebraucht wird. Fürs Dekoktionsverfahren bzw. Teilmaischekochen ganz nach altväterlicher Sitte. Der Würze wird in Rossach zum Kochen zwei Stunden Zeit geschenkt – Luxus pur.

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Dann ging´s steil die Treppe hoch zum schmiedeeisernen……

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…Kühlschiff. Das ist immer noch zum Würzekühlen in Gebrauch und soll bald durch ein Kupfernes ersetzt werden. Das Kommunbrauhaus gehört der Gemeinde, betrieben wird es von drei ehrenamtlichen Brauern, die vom Bürgermeister eingesetzt wurden. Strom- und Wasserkosten gehen an die Gemeinde, sowie eine unbekannte Menge an Haustrunk. Der Rest wird von Landwirten der Gemeinde in Fässern abgeholt und bei diesen im Keller endvergoren und ausgereift. Früher haben die Landwirte pro ha Grundbesitz 1 hl Bier bekommen.

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Mit der frischen Hefe aus der Weismainer Püls Bräu wird die 12%- ige Würze vergoren. Schön im offen Gärbottich, wie es sich gehört. Da kann man die Kräusenbildung noch live erleben.

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Klaus Ziegler, seines Zeichens Seniorbrauer, hat uns in die Geheimnisse der Herstellung des hellen untergärigen Gerstensafts eingeweiht…..

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…unterstützt von Sebastian, the next generation.

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Mein Fazit: Kommunbrauhaus Rossach – Wachküssen macht Spass.

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