Beer meets Whisky – im Getreidehimmel

Beer & Whisky? Das hört sich für mich als Bier-Ultra fast so an wie Fremdgehen. Habe mich auf die neue Romanze trotzdem eingelassen, nachdem mich der ausgewiesene Stuttgarter Whiskykenner und Cheffe vom Jazzclub Bix, Jens Ölkrug, dazu bei unserem gemeinsamen Pretasting in der Imme überredet hatte. Dort haben wir fünf verschiedene Biere mit fünf ausgesuchten Whiskys gepaart und diese gestern live on stage im Bix vor vielen interessierten Bier- und Whiskylovern präsentiert.

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Als erstes Herrengedeck haben wir Schönbuch Jäger Spezial, ein altväterliches Exportbier mit 5,7 Vol.%, mit Glenrothes sherry cask reserve gereicht. Zuerst das lecker Bier auf die Zunge gelegt und dann den edlen Schotten drüber laufen lassen. Ein WOW ging durch den Saal. Malt – the same heart of the thing – war hier ganz deutlich zu schmecken.

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Weiter ging es mit Torpedo IPA und Auchentoshan three Wood. Der Whisky hat sofort die geile Hopfenbittere des IPA wegezaubert. Mega Kombi war die zwischen dem Schönbuch Weizenbock oak aged, will heißen neun Monate im Bourbon Fass gereifter Weizenbock, und dem Knob Creek rye. Die Potenzierung der Potenzierung zwischen Vanille und Bananenaromen. Supergeil!

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Danach haben wir Fullers London Porter mit Ardmore traditional cask vereint und als Hammer Abschluss mein Lieblingsbier Trappistes Rochefort 8 mit Laphroaig quarter cask. In diesem letzten Akt ging das Spiel anders herum. Hier haben wir zuerst den Whisky auf die Zunge gelegt und dann das Rochefort drüber gelassen. Unglaublich. Der Schweigemönch hat den intensiven Torfcharakter des Whiskys weggeblasen bevor nach einem kurzen Glücksgefühl der Torf klammheimlich mit voller Wucht wieder um die Ecke kam.

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Mein Fazit: Beer & Whisky – Fremdgehen leicht gemacht.

Big Al´s Meantime Brewery – Greenwich 0° 2´12´´

www.meantimebrewing.com

Wofür ist Greenwich bekannt? Natürlich für die Meantime Brewing Company und deren legendären Tourguide Big Al. Dort angekommen, wurde mir jedoch auch erzählt, dass durch Greenwich der Nullmeridian laufen soll und die Zeitzone  Greenwich Mean Time nach der selbigen Brauerei benannt wurde :-)

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Gegründet wurde die Meantime als eine der ersten modern style Craftbeer Breweries in Great Britain durch Alastair Hook im Jahre 2000. Alastair, Dipl. Braumeister Weihenstephan und Brewer of the year 2015, zählt wohl zu den bekanntesten Bierikonen Englands. 2015 hat er die Brauerei an SAB Miller verkauft, die über AB- Imbev nun durch deren Megadeal mit SAB Miller bei Asahi Group Holdings gelandet ist.

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Von Big Al in Empfang genommen ging´s gleich ins Herz der Brauerei. Im Sudhaus werden im Jahr um die 150.000 hl eingebraut. Zwölf all year beers und ca.30 limited brews, wie seasonal und collaboration brews. 40% des Ausstoßes sind Pale Ale, am besten genossen mit Calamaris (Tip von Big Al). Das Pale Ale hat 35 IBU´s und wird mit 5% Crystal Malt, bitte nicht verwechseln mit Crystel Meth, verfeinert.

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Dann haben wir es uns erstmal gemütlich gemacht und über das Thema Rohstoffe philosophiert. Die meisten Biere bei der Meantime werden nach dem Reinheitsgebot gebraut, hierzu gehört z.B. nicht das IPA, bei dem interessanterweise auch Kandiszucker mit verwendet wird. Das London Lager wird mit hellem Gerstenmalz aus der Region Suffolk gebraut, sonst werden gerne auch verschiedene Spezialmalze aus dem Hause Weyermann verwendet. Nur beim dunklen Malz waren wir nicht einer Meinung. Zitat Big Al: “This tastes like shit”.

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Big Al ist ein echter Fan von deutschem Hopfen. Der Spalter und der deutsche Cascade in seinem Meridian Lager haben es ihm besonders angetan. Das Coffee Porter ist übrigens das erste Fairtrade Beer auf der Insel, gebraut mit Maraba Kaffeebohnen aus Ruanda. Dann ging´s weiter zu dem Gär- und Lagerkellerbereich.

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Toll inszeniert ist der Lagerkeller. Die Tanks wurden teilweise mit in den Shop integriert. Gelagert werden die Biere bei der Meantime mindestens 6 Wochen. Hierauf legen die Brauer besonderen Wert. Auf diese “six weeks maturation” wird deswegen auch überall werblich besonders hingewiesen.

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Danach ging es zum Verkosten in den Tasting Room. Dieser ist ganztägig geöffnet und einen Besuch wert.

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Big Al hat uns dann mit einer bemerkenswerten Leidenschaft und seinem uniquem Enthusiasmus die Biere vorgestellt und verkosten lassen. Der Absolute Wahnsinn.

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Besonders angetan hat es mir das Yakima Red. Gewürzt wird das Bier mit dem gleichnamigen Hopfen aus dem Yakima-Tal in den USA, aus dem 77% der amerikanischen Hopfenernte stammt. Lecker - lecker Karamellnoten,  zum Reinlegen. Ganz nach dem Motto von meinem neuen Bierfreund Big Al “Might the best of your past be the worst of your future” haben wir dann die für mich wohl energiegeladenste Bauerei Challenge ever durch einen Hotspot der englischen Craftbeerbewegung bei gutem Bier und lecker Food gemütlich ausklingen lassen.

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Mein Fazit: Frei nach Big Al: “I want to bring the beerworld together” My big friend – I love you.

Bräuhaus Ummendorf – dem Blauen auf der Spur.

www.braeuhaus.de

Bin neulich durch eine Empfehlung von Thomi vom Craftbeer-Laden in Reutlingen www.bierladen-reutlingen.de auf ´s Blaue vom Bräuhaus Ummendorf aufmerksam gemacht geworden. Die Verkostung des Selbigen hat mich sofort dazu motiviert, mich auf die Spuren dieses leckeren Gebräus zu begeben. Ummendorf, in der Nähe von Biberach gelegen, ist ein schönes Dorf, die örtliche Brauerei noch viel schöner. Voll idyllisch und alles blitzsauber.

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Wir wurden von Stefan Dobler, der die elterliche Braustätte in 5. Generation seit anno 2000 leitet, herzlich vor dem Brauerei - Kontor/Braumarkt empfangen.

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Stefan hat von 1993 bis 1996 in Weihenstephan studiert und danach noch BWL in Pforzheim draufgesetzt. Ohne viel Umschweife ging es gleich ins Herz des Ummendorfer Bräuhauses. Dort braut Stefan alle seine Leckereien mit Infusionsverfahren, viel Leidenschaft und bemerkenswerter Fachkompetenz ein.

´S Blaue, ein astreines Spezial mit 12,5% Stammwürze und Hauptbiersorte der Brauerei, hat seinen Namen vom Vorgängeretikett, das ganz in Blau gehalten war. So hat ein Liebhaber dieses Bieres nach dem Zapfenstreich vom Kreismusikfestival beim Nachhausegehen Stefan gefragt: Host mir no a Blaues?

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Die Brauerei ist umringt von 3 Kirchen und so kann man behaupten, dass Stefan hier mit göttlichem Beistand braut. Das kann ich persönlich bestätigen, den nach dem Verkosten der Biere meine ich: Hier handelt es sich fast schon um Göttertrank.

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Die Sudpfanne ist ein echtes Unikat, denn sie wurde als Gesellenstück von Hand vom ehemaligen Betriebsleiter der Fa. Jakob Carl, Herrn Dietrich, gebaut.

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Wunderschön integriert und mit fast schon kaskadenartiger Anmutung, der Läutergrant zum Abläutern der Ummendorfer Bierwürzen.

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Mein persönliches Highlight, wie kann es anders sein als bekennender “offener Gärbottich – Fetischist”, die Hochkräusen im Gärkeller. Für mich Biererotik pur, wie geil.

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Bemerkenswert ist die Optik der abgeschliffenen Lagertanks. Hundertwasser wäre total ausgeflippt. Hier lagern Stefan´s Bierraritäten. Leider nur saisonal: ´s Goldene- sein märzenstyle Weihnachtsbier, ´s Rote- ein helles Bockbier mit 16% Stammwürze und sein kölschstyle Sommerbier – das einzige obergärige Bier im Hause.

Ganzjährig reift  ´s Angele- sein lecker Pils und Placidus Cobaldus dunkel. Benannt nach dem Abt Placidus Kobolt, Erbauer des Brauhauses des Klosters Ochsenhausen im Jahre 1681.

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Seine heimliche Liebe gilt dem Brennen. WOW und super hippster ist sein Spunder. Gebrannt aus feinem Bockbier lagert Stefan diese whiskystyle Geistlichkeit bis zu 3 Jahre im Holzfass. Der Name Spunder kommt von Spund, das ist die Öffnung am Holzfass, durch die das Fass befüllt und gereinigt wird.

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Nach der Brauereichallenge ging´s ins Bräustübel, das Stefan auch selber betreibt.

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Mein Geheimtipp, Placidus Cobaldus dunkel mit Rinderzunge auf Kapernsauce. Soooo arg lecker.

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Mein Fazit: Bräuhaus Ummendorf, ein himmlisches oberschwäbisches Biervergnügen.

Ale, Ale, Ale – Beerfestivalhopping in London

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Wenn im August an einem Wochenende in London gleich zwei angesagte Beerfestivals anstehen, dann kann ich nicht anders. Hotel buchen und ab Richtung Ales. Das Great British Beerfestival in der ehrwürdigen Olympia – Halle in Kensington war mein first Stop.

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Als erste Anlaufstelle habe ich mir meine liebste Londoner Brauerei in der Kategorie Traditionsbrauereien, die Fuller´s ausgesucht.

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Mit ihrem lecker Black Cap Stout bewaffnet ging´s ab in die Menge und auf Beerscouting Tour.

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Zweiter Stop, Real Ales antesten. Harter Job, denn der Weg durch trinkfreudige Engländer in Volksfeststimmung zum The Swan Stand “wird kein leichter sein”.

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Belohnt wird der beernerd visuell durch den coolen Zapfhahn-Highway und organoleptisch durch das mega leckere Oracle aus der Salopian Brewery, ein fresh sparkling vibrant sunflower gold citrusy Ale. Hammer.

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Genial, die Fassbierorga hinter den Kulissen. Da benötigt der Zapfer echt Draftkompetenz. Die Jungs und Mädels hinter den goldenen Hähnen des Bierolymp waren allesamt recht gut in Sachen Bier geschult.

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Für die Auszeit, for smoking or something else, waren extra Tische im Roulette-Style aufgebaut. Sein eigenes Glas wieder finden – ein Royal Flash.

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Gesehen – gelacht – und weiter ging es zum Real Craftbeer Festival mit der Tube zu der Station Bethnal Green am Ostrand der Millionenmetropole. Bei dieser Industriebrachenkulisse waren wir echt gespannt auf das, was uns innen erwartet.

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Über 30 geniale Craftbeer Brewer, die meisten aus UK, haben uns empfangen. Ein Vertreter aus good old Germany, Tilmans, war ebenfalls mit am Start.  Doch vorher war über die spannende Frage zu meditieren…..

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Innen total cooles Ambiente, der DJ mitten drin und jede Menge super nette hipster craftbeerfreaks .

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Nicht nur die Biere waren durch die Bank bemerkenswert, sondern auch der Style von manchen Craftbeer-Schänken.

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Jedenfalls kann ich Euch dieses Festival wärmstens an Euer Craftbeerheart legen, denn die Besucher wie die Brauer waren super geil drauf….

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…. und so habe ich manches interessante Gespräch führen und dazu lecker Ale trinken können.

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Mein Fazit: Ein Cheers auf das Craftbeer Festival London – I like it!

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Am Anfang war das Korn – Braugerstenernte im Schönbuchland

www.altdorfer-muehle.com

Es ist Erntezeit im Schönbuchland. Da habe ich mich doch gleich aufgemacht, um Euch hierüber zu berichten. Auf meinem Weg nach Altdorf bin ich an einem frisch abgeernteten Braugerstenfeld im Nirgendwo zwischen Hildrizhausen und Steinenbronn vorbeigedüst. In dieser Gegend wird der Bedarf an Braugerste von ca. 20 Landwirten für die Schönbuch Braumanufaktur auf ca. 100 ha (1.000.000 m2) angebaut. Bei einem Ertrag von ca. 6 Tonnen/ha entspricht dies ca. 600 Tonnen.

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Die Altdorfer Mühle wird von den Brüdern Ruthardt geleitet und wurde 1487 (!) erstmalig urkundlich erwähnt. Direkt nach dem Einbringen der Ernte fahren die Landwirte zur Mühle. Dort wird als Erstes eine Probe entnommen….

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… und von den Chefs persönlich genau untersucht. Und zwar auf Wassergehalt, Eiweißgehalt und hl- Gewicht. Das Hektolitergewicht wird zur Festsetzung des Getreidepreises ermittelt und entspricht dem Gewicht von 100l Getreide.

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Die Altdorfer Mühle ist ein rein familiengeführter Betrieb und erfasst ca 3.000 Tonnen Getreide p.a. Karl Ruthardt ist übrigens der geistige Vater des regionalen Braugerstenkonzepts der Böblinger Brauerei. Vor ein paar Jahren wurde kräftig investiert und so gilt sie als Musterbetrieb in ihrer Branche. Neueste Steuertechnik, von der Annahme bis zur Verladung, vom Allerfeinsten.

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Wenn die Proben die Qualitätsvorgaben erreichen und keine Auffälligkeiten zeigen, darf abgeladen werden. Natürlich auch hier Handbonitierung, will heißen – das Auge analysiert mit.

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Bevor die Braugerste ins Silo darf, wird sie gereinigt, also von Fremdkörpern befreit.

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Danach ging es auf Klettertour auf das Silodach. Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

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Echt beeindruckend der Blick ins Silo….

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… und auf die Mühle hinab. So schöööön. Und von der Mühle fährt die Gerste zur Mälzerei, wo sie verzaubert wird zu Braumalz, der Seele unserer guten Biere. To be continued……

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Mein Fazit: Charly, danke für den Einblick in dein Braugerstenuniversum.

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Liebesbier – Das Craftbeer Eldorado

www.maiselandfriends.com

Der Weg ist das Ziel auf der Suche nach dem Glück. Wow, dass nenne ich bierige Selbstfindung oder anders ausgedrückt: In Bayreuth habe ich mir meinen Flash in Sachen Craftbeer abgeholt. Denn in der 80.000 Seelen- Gemeinde und dem fränkischen Bierhotspot, bin ich über das neueste Baby von Jeff Maisel – das Liebesbier – gestolpert.

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Jeff Maisel hat sich mit der neuen Brauwerkstatt seinen persönlichen Biertraum erfüllt. Die Brauwerkstatt zählt für mich zu einer der modernsten Brauereien ihrer Größe und wurde in die historischen Gemäuer der alten Brauerei eingebracht. Das nagelneue Sudhaus von Kaspar Schulz aus Bamberg hat eine Ausschlagmenge von 25 hl.

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Hier werden alle Biere der Maisel & Friends Linie gebraut, vergoren und gelagert. Vom Pale Ale, Citrilla bis zum Dry Stout oder Choco Porter. Ganz im Sinne des bayuwarischen Craftbeerpioniers wird hier auch wild borderline eingemaischt. Collaboration Brews mit Stiegl, Ratsherrn und Co. lassen hier die wildesten Bierleckereien entstehen. Die technischen Anlagen und die Inszenierung der Brauerei sind vom Allerfeinsten. Mega cool ist, dass die Besucher dies während ihres Besuches der Gastronomie Liebesbier am eigenen Leibe erfahren dürfen. Denn die Brauerei ist in die Gastronomie integriert. A la Hausbrauerei modern art.

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Nachdem mein Brauereibegeisterungspuls wieder auf normal war, haben wir uns der Gastro Liebesbier gewidmet. Mega fette Bierkarte, in der alle 21 Fassbiere und 80 Flaschenbiere liebevoll und auch für den Laien verständlich dem Gaumen schmackhaft gemacht werden. Hier sind so ziemlich alle Biergattungen weltweit sowie deren würdige Vertreter zu finden.

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Mitten in dem Okkulttempel des Gerstensafts ist der wohl geilste Holzfasskeller der Deutschen Brauhemisphäre zu finden. Hammer!

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In Duftweite der Barriquefässer hat der Gast Bierfeeling pur. Hier spürt man die Liebe zum Bier und trifft auf außergewöhnliche Braukunst, gepaart mit Herzblut und Leidenschaft.

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300 Sitzplätze innen und ebenso viele im Braugarten geben Platz nicht nur für Beernerds aus aller Welt, sondern ebenso für architektonisch interessierte Genussmenschen. Jeder Winkel, jeder Tisch ebenso unique wie die Biere, die dort ihren Platz finden.

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Mein Fazit: Liebesbier – der Orbit des fränkischen Craftbeers. Cheers und Prost.

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Auf den Spuren des Zoigl

Habe mich mit dem Fahrrad auf den Weg zu den heiligen Stätten des Zoiglbieres gemacht, um dessen Mythos zu erkunden. Von Bayreuth aus ging es nach Marktkredwitz in der Oberpfalz. Durstig und hungrig angekommen, sind wir sofort eingekehrt und auf den ersten Zoigl gestoßen.

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Diesen, von der Brauerei Nothhaft gebraut,  habe ich genüsslich mit saurem Herz vertilgt. Foodpairing auf oberpfälzisch. Die Zoiglbiere sind untergärig, unfiltriert und meist sehr unterschiedlich gehopft. Der Marktkredwitzer Rawetzer Zoigl hat durch seine etwas stärkere Hopfung eine wunderschöne Hopfenblume.

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Nach der ersten Stärkung ging es gleich weiter nach Mitterteich zum Kommunbrauhaus. Dieses besteht seit 1864 am Ort. Jeder Bürger im Besitz eines eigenen Hauses hat dort seit dem Jahre 1516 das Recht, sein Bier zu brauen. Von diesem machen heute noch drei Familien ganzjährig Gebrauch, um dann ihren Zoigl in deren Schankwirtschaften zum Ausschank zu bringen. 1932 wurde gerichtlich entschieden, dass dieses Recht keiner Verjährung unterliegt.

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Weiter ging es nach Falkenberg in den Wolfadl Zoigl. Zoigl stammt von “Zeichen oder Zeigen”. Eine Zoiglwirtschaft, ähnlich der schwäbischen Besenwirtschaft, erkennt man am Brauerstern oder einem Fichtenbusch, der vor das Haus gehängt wird. Damit wurde und wird signalisiert, dass es dort frisches Zoiglbier gibt.

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Und genauso lecker und unterschiedlich wie die Biere sind die Gerichte, die zu diesen einmalig süffigen Brauspezialitäten gereicht werden. Basic is amazing….

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In Falkenberg haben wir uns dann vom Zoiglbrauer den Schlüssel vom Kommunbrauhaus geben lassen, um dieses zu besichtigen. Das Gebäude wird von der Stadt, die technischen Anlagen von den Brauern in Stand gehalten.

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Wie aus einer anderen Zeit werden hier in traditioneller altväterlicher Art die Biere gebraut. Gebraut wird mit dem in der heutigen Brauindustrie kaum mehr anzutreffenden energieintensiven Ein- oder Zweimaischverfahren. Dieses macht die Biere aus den Kommunbrauhäusern wunderschön kernig. Nicht fehlen darf der Brauerstern…..

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und das Kühlschiff, mit dem auf traditionelle Art noch heute die Würze abgekühlt wird.

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Die nächste Zwischenstation war der Schlosshof Zoigl der Familie Weiss in Windischeschenbach. Einer der Hotspots des Zoiglbieres.

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Die zünftige Zoiglexpedition endete in Eslarn im Zoigl der Familie Streher mit der Empfehlung an jeden Bierfreak:  “Play it again Sam”.

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Mein Fazit: Zoiglbier - back to the future.

Fözde Feszt in Budapest

www.fozdefeszt.hu

War im Wonnemonat Mai zur Craftbeerexpedition im wunderschönen Budapest. Unser Reiseziel war das legendäre Craftbeerfest Fözdefeszt, dass dieses Jahr schon zum 11 mal stattgefunden hat.

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Das ungarische Craftbeerhighlight findet in einem alten Park mitten in der City  statt. Mega Ambiente und klasse Leute haben das Fest für mich zu meinem persönlichen Festival – Hotspot gemacht.

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Bei 50 Ausstellern, die meisten von ihnen sind lokale Craftbeer Brauer und Beerbars, haben wir uns quer durch die Szene verkostet. Spannende, handwerklich gut gemachte  und echt kultige Gebräue haben meinen Gaumen beglückt. Ganz unter meinem Festivalmotto:

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Cool, die Brauer von der Zip´s Brewery. Extra angereist mit Ausschanktanks. Hab ich auch noch auf keinem Beerfestival vorher gesehen,…

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… genauso wenig wie die Hopegun direkt vor dem Zapfhahn.

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Passend zu den heavy Beers gab es smoked Beef in vielen Varianten…..

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Mein Favorit sind die Biere von der ersten Craftbeer Brewery in Budapest, der Leganda. Super lecker und hammerstark schmeckt die oak aged Legende “Game over”. Die Einladung zur Brauereibesichtigung haben wir auf das nächste Jahr verschoben, denn…..

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….das Kiwibier möchte ich unbedingt aus dem Lagertank Zwickeln.

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Mein Fazit: Budapest – ich komme wieder. Der Geheimtip für alle Craftbeer Freaks.

Das Heubacher – brauKunst – Nirwana

www.heubacher.de

Meine bierige Neugierde hat mich neulich nach Heubach zu dem geschätzten Brauerkollegen Alexander Caliz geführt. Sein Bier war mir zufällig am Marienplatz in Stuttgart durch die Kehle geronnen. In Heubach werden ca 50% Spezial, 25% Pils und 25% Weizen gebraut. Gespannt war ich jedoch auf seine “brauKunst” Bierraritäten. Angekommen…….

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….. ging es gleich nach einem sehr herzlichen Grüß Gott ins Sudhaus. Hier werden die Bierspezialitäten in klassischen Kupfergefäßen, ausgestattet mit einer modernen Sudhaussteuerung, von Braumeister Bastian Ziegler eingebraut.

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Basti hat bei Heubacher 1995 die Lehre absolviert, danach seinen Doemens Braumeister gemacht und ist seit 2009 verantwortlicher Braumeister in seinem Lehrbetrieb. Ganz neu eingebracht wurde die 4- Walzenschrotmühle von Bühler. Zu allem Anfang braucht man gutes Schrot…..

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Besonders beeindruckt hat mich der Kaltbereich der Brauerei, der Gär – und Lagerkeller. Super ausgestattet mit verschiedenen Tankvariationen lassen diese alle Möglichkeiten der Gärung und Lagerung zu.

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Und dann ging es ins Reich der brauKunst Biere die Kellertreppe hinab. In das Biernirwana der alten Lagerkeller. Da kommt für jeden Bier – und Brauereifreak echtes Glücksgefühl auf.

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An der Pforte vorbei…….

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…. hat uns Basti gleich eines seiner brauKunst Leckereien, dass 500, gezwickelt. Eine wirklich bemerkenswerte Hommage an das 500 jährige Wiegenfest unseres  Reinheitsgebots. Eingebraut mit 17,4% Stammwürze, gewürzt mit Chinook, vergoren mit einer Altbierhefe und 500 Tage im Lagertank gereift, hat mich sein Beitrag zum Reinheitsgebot echt begeistert. SUPER lecker. Weiter ging es mit seinem Strong Ale. Basti verzichtet hier bewusst auf die mainstreamige Art der Kalthopfung und variiert gekonnt mit ganz besonderen Malzen. Beim Strong Ale z.B. mit Château Pale Ale, Black of Black, Abbey, Arôme, Bisquit – wie geil!!!

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Von ganzem Herzen dankbar bin ich für sein 2014 erstmalig eingebrautes Imperial Pils. Eine leider kaum mehr zu findende Bierrarität in Deutschland. Zum Glück Dank Basti nicht ganz ausgestorben, wird diese Leckerei aus reiner Vorderwürze vergoren. Feingehopft mit Columbus, Cascade, Simcoe und Amarillo, ist diese Pilsinterpretation mit seinen 7,2% Alk.- Gehalt und 54 IBU ein echter Göttertrank. Gespannt können wir auf seine neuen Versuche hinsichtlich Holzfasslagerung sein…..

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Zurück aus dem Heubacher Hades haben wir auf die bemerkenswerten brauKunst Spezialitäten im Bräustüberl angestoßen. Mit Uralb Spezial aus dem Steinkrug. Macht Lust auf mehr.

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Mein Fazit: Die Heubacher BrauKunst, denn es muss nicht immer kaltgehopft sein. Alexander und Basti, ein Danke und Prost auf Eure bemerkenswerten Bierinterpretationen.

Wielands Bierbrauerei – Real Craft auf der Ostalb

www.wielands-bier.de

Neulich habe ich von Barbara, Biersommeliere und Wirtin vom Maulwurf in Vaihingen, einen Tipp bekommen. Die Wieland Brauerei in Abtsgmünd auf der Ostalb. Sofort Bier ins Auto geladen – und los ging´s. Schon die Anfahrt, ein Traum für jeden Städter.

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Angekommen in Abtsgmünd, die Idylle pur. Seit 2010 betreibt Christof seine Brauerei in den Räumen einer ehemaligen Metzgerei.

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Habe Christof zum ersten Mal getroffen und sofort ins Herz geschlossen. Ein super Typ und genialer Brauer. In seinem Zwei-Geräte-Sudhaus, mit einer Kapa von 2,5 hl pro Sud, hat er mir seinen beruflichen Weg erzählt. Los ging es mit der Brauerlehre in Wasseralfingen, dann nach dem Studium zum Dipl. Braumeister zur Aalener Grünbaum Brauerei, die leider 2011 schließen musste.

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Kurios, der ehemalige Paellakocher, von Christof umfunktioniert zur Sudpfannenheizung. That´s real craft – genial.

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Immer wieder schön anzusehen, die Kräusen im Gärkeller…….

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….. und der Gärkeller als Ganzes. Sein größter Gärbottich fasst 4 Sude. Zum Befüllen braut der Christof hierfür 2 Tage. Natürlich 100% Bio, vom Malz bis zum Naturhopfen.

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Toll gemacht ist auch der Lagerkeller in den ehemaligen Kühlräumen der Metzgerei. Beim Durchgang habe ich die Leidenschaft von Christof für seine Bio Biere live erleben dürfen.

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Seine Biere sind durch die Bank bemerkenswert sauber, harmonisch und sehr sehr ausgewogen. Es macht richtig Spass, die Brauspezialitäten aus der Bügelflasche mit echtem Porzellanverschluss zu trinken. WOW!

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Mein Fazit: Christof, vielen Dank für deine Gastfreundschaft. Ich komme wieder.

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